Landrat kritisiert Presseauftritt

MÜHLHAUSEN. Irritiert nimmtLandrat Harald Zanker einen Bericht bezüglich des Engagements der Landtagsabgeordneten Annette Lehmann für die Stiftung „Landleben“ in Kirchheilingen zur Kenntnis.

Bild und Text suggerieren nach Auffassung von Landrat Harald Zanker eindeutig, dass Frau Lehmann an Thomas Mörstedt von der Stiftung „Landleben“ einen Scheck oder Bescheid übergeben habe. Sie informierte darüber, dass das Land Thüringen die Stiftung im Zusammenhang mit der Festveranstaltung zum Thema „100 Jahre Kleinbahnstrecke Bad Langensalza–Kirchheilingen“ mit einer Unterstützung in Höhe von 2100 Euro bedenken werde. Zudem erklärte sie, dass sie für einen Besuch der Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht in Kirchheilingen werben werde.

„Hat es Frau Lehmann wirklich nötig, Initiativen und Erfolge anderer als ihre eigenen zu vermarkten? Ich finde es peinlich und befremdlich, wie sie sich dabei in Szene setzt und bewusst mit fremden Federn schmückt“, erklärte Landrat Harald Zanker.

Fakt ist, dass am 18. Juni 2013 bei Landrat Harald Zanker ein Lottomittelbescheid über 2100 Euro für die Stiftung Landleben Kirchheilingen einging. Unterzeichnet wurde der Bescheid am 7. Juni 2013 durch den Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie. Der Minister bat Landrat Harald Zanker darum, den Lottomittelbescheid an seiner Stelle an die Stiftung Landleben zu überreichen. Die Mittel sind zweckgebunden für die Anmietung einer Kleinlok anlässlich des einhundertjährigen Jubiläums der Kleinbahnstrecke Bad Langensalza –Kirchheilingen. Die Übergabe dieses Bescheides ist für den 3. Juli 2013 geplant. An diesem Tag wird zugleich die Kooperations- und Nutzungsvereinbarung zwischen dem Unstrut-Hainich-Kreis und dem Förderverein Freibad Kichheilingen vor Ort unterzeichnet. Dabei geht es um ein durch das Regionalbudget gefördertes Projekt. Der originelle Ferienwaggon, vor dem sich Frau Lehmann fotografieren ließ, soll als Kleinbahnpension, zur Belebung des Tourismus in der Region beitragen.

Der für die Thüringentouren zuständige Referatsleiter in der Thüringer Staatskanzlei informierte mit Schreiben vom 24. Mai 2013 darüber, dass Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht bei ihrem Besuch im Unstrut-Hainich-Kreis am 15. Juli unter anderem die Stiftung Landleben in Kichheilingen besuchen werde. Die Staatskanzlei folgte damit einem Vorschlag des Landrates. Bereits am 3. April 2013 erreichte Landrat Zanker ein Schreiben aus der Thüringer Staatskanzlei mit der Bitte, Vorschläge für ein Besuchsprogramm zu unterbreiten. Daraufhin empfahl Landrat Zanker mit Schreiben vom 30. April 2013 die Stiftung Landleben und die Gemeinde Kirchheilingen zu besuchen.
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Annette Lehmann aus Mühlhausen | 24.07.2013 | 01:40  
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