Großalarm in Hesserode

Sonntagabend 18.13 Uhr informierte die Polizeit die Leitstelle des Landkreises Nordhausen, dass aus einem LKW-Auflieger, der bei Hesserode abgestellt war, eine Flüssigkeit austritt. Die daraufhin alarmierte Berufsfeuerwehr Nordhausen musste bei Ankunft am Einsatzort davon ausgehen, dass es sich bei der herabtropfenden Flüssigkeit um eine gefährliche Chemikalie handelte. Deshalb wurde 18.43 Uhr Alarm für den Gefahrgutzug des Landkreises ausgelöst. Einsatzkräfte aus Bleicherode, Ellrich, Niedersachswerfen, Hesserode, Nordhausen und Uthleben eilten in kurzer Zeit zum Einsatzort und formierten sich zum Einsatzzug. Vorsorglich wurde vor Ort eine Dekontaminationsstrecke aufgebaut. Einsatzkräfte öffneten mit schwerem Atemschutz den Auflieger.

Erst im Fahrzeuginnern fanden die Einsatzkräfte Stoffkennzeichnungen, die mehr über den ursprünglichen Inhalt der Behälter auf dem Auflieger verrieten: Zum einen eine hochentzündliche chemische Flüssigkeit, zum anderen ätzendes Calciumhydroxid. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Behälter leer waren. Schnee, der reichlich auf den Behältern gelegen hatte, war geschmolzen und als schmutzige Brühe aus dem Fahrzeug ausgetreten. Durchgeführte Messungen der Spezialkräfte bestätigten diese Feststellung. Zu einer Gefährdung von Menschen oder Umwelt war es nicht gekommen.

Bernd Recknagel, Zugführer des Gefahrgutzuges des Landkreises, dankte den über 60 Feuerwehrleuten, die mit 16 Fahrzeugen im Einsatz waren, für die Einsatzbereitschaft und das gut abgestimmte Vorgehen. Einsatzende für das letzte Fahrzeug war erst 21 Uhr.
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