Wandern auf Barbarossas Spuren - die schönsten Touren

Drei Wandertouren führen entlang auf Barbarossas Spuren durch den Kyffhäuserkreis. Sie stehen am Montag im Mittelpunkt der "Woche des Tourismus". (Foto: Fischer)

Woche des Tourismus im Kyffhäuserkreis:



LANDRATSAMT KYFFHÄUSERKREIS. Das Auftaktthema der ersten Tourismuswoche des Kyffhäuserkreises in der Zeit vom 22. bis 26. April 2013 lautet am Montag, den 22. April, „Wandern auf Barbarossas Spuren – Kreiswanderwege“.
Dieses breitgefächerte, interessante Thema bildet den Anfang der Tourismuswoche und soll die Bürger des Kyffhäuserkreises informieren, begeistern und neugierig machen, den Landkreis auf den Kreiswanderwegen neu zu entdecken.
Das gesamte Wanderwegenetz kann eine Länge von ca. 1.400 km aufweisen. Hier können sowohl passionierte und sportlich ambitionierte Wanderer als auch die Spaziergänger die für sie bevorzugten Wege finden.

Der Kyffhäuserwanderweg


Dieser führt auf einen Rundkurs von 37 km durch das kleinste und schönste Mittelgebirge Deutschlands, das Kyffhäusergebirge.
Auf dem Kyffhäuserwanderweg kann man die Naturschönheiten des Kyffhäusergebirges von der steppenartigen Pflanzenwelt im Südkyffhäuser bis zum schattenspendenden Buchenwald am Nordrand des Gebirges erkunden.
Kulturhistorische Höhepunkte bieten außergewöhnliche Ausflugsorte wie das Kyffhäuserdenkmal mit den Ruinen der Reichsburg Kyffhausen, die Barbarossahöhle bei Rottleben, das Panoramamuseum Bad Frankenhausen und die Königspfalz in Tilleda.
Beginnen Sie Ihre Wanderung in Bad Frankenhausen und folgen Sie dem Wegezeichen, einem stilisierten Kyffhäuserdenkmal, Richtung Westen zur Barbarossahöhle. Ein Besuch der größten Gips-Anhydrithöhle Europas lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Weiter führt der Weg über Steinthaleben und durch den Kyffhäuserwald zum Brockenblick. Von hier aus kann man bei gutem Wetter den Brocken sehen. Über den Kulpenberg mit dem 92 m hohen Fernsehturm führt der Weg vorbei an der Ruine Rothenburg auf dem Waldpfad zum Kyffhäuserdenkmal.
Hier erwarten Sie der in Sandstein gehauene Kaiser Barbarossa und der tiefste Burgbrunnen Deutschlands (186 m tief).
Nun geht es abwärts durch eine ausgedehnte Obstwiesenlandschaft nach Tilleda zur Königspfalz.
Hier haben fast alle Kaiser und Könige des Deutschen Mittelalters residiert. Zurück über das Gebirge vorbei am Jugendwaldheim Rathsfeld führt der Weg zum Panoramamuseum auf dem Schlachtberg- das größte Rundgemälde Deutschlands (14 x 123 m).
Durch den Sortengarten, wo über 100 verschiedene Obstgehölze für die Nachwelt erhalten werden, erreicht man wieder den Ausgangspunkt in Bad Frankenhausen.
Der Kyffhäuserweg wurde vom Deutschen Wanderverband mit dem Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet.

Der Barbarossaweg


Er verbindet Aufenthalts- und Tätigkeitsorte von Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1152-1190).
Der Weg ist mit einem weißen X8 auf schwarzem Grund gekennzeichnet. Er beginnt im nordhessischen Korbach und erreicht über Treffurt und Mühlhausen am Aussichtspunkt Rondell Keula den Kyffhäuserkreis. Dort hat man einen wunderbaren Blick über die Goldene Aue bis zum Harz. Durch den Wald der Hainleite erreicht man das Künstlerdorf Friedrichsrode mit dem Kunsthof. Weiter führt der Weg über Burglohra und Großwenden nach Münchenlohra mit der sehenswerten Pfeilerbasilika.
Über Hainrode führt der Weg dann nach Straußberg mit der Ruine der Straußburg und dem Ferienpark Feuerkuppe. Auf dem Rittweg, einem Höhenweg quer durch die Wälder der Hainleite erreicht man die Musikstadt Sondershausen. Hier sind Besuche des Residenzschlosses der Schwarzburger Fürsten und des Erlebnisbergwerkes, der ältesten befahrbaren Kaligrube der Welt, einfach ein Muss.
Weiter führt der Weg über Hachelbich nach Göllingen mit dem einzigartigen Klosterturm, erbaut im byzantinisch-maurischen Baustil. Entlang der kleinen Wipper führt der Weg über den Hanfenberg nach Bendeleben mit der einzigen barocken Orangerie Deutschlands. Die kleine Wipper ist ein künstlicher Wasserlauf aus dem 12. Jahrhundert. Sie unterquert den Hanfenberg im ca. 500 m langen Mönchstunnel und gilt bis heute als eine der bedeutendsten wasserbauingenieurtechnischen Leistungen des Mittelalters. Vorbei an der Barbarossahöhle folgt der Weg wieder dem Lauf der kleinen Wipper und erreicht die Kurstadt Bad Frankenhausen. Hier kann man in der Kyffhäusertherme entspannen.
Über das Kyffhäusergebirge führt der Weg nach Tilleda und erreicht schließlich seinen Endpunkt am Kyffhäuserdenkmal.

Der Kaiserweg


Der Kaiserweg - oder besser die „Wege Deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters im Harz“. Sie verbinden auf verschiedenen Routen nahezu alle historisch verbürgten Wirkungsstätten der Deutschen Kaiser und König in der Harz-Kyffhäuserregion. Die Wege sind mit der stilisierten ersten deutschen Kaiserkrone Otto I von 962, einer goldenen Krone auf rotbraunen Grund gekennzeichnet. Unsere Route beginnt in Bad Harzburg und führt über Nordhausen und Heringen nach Auleben.
Bei Badra erreicht der Kaiserweg den Kyffhäuserkreis. Über den Huflar führt der Weg auf den Rennweg, einem alten Höhenweg quer über das Kyffhäusergebirge, vorbei am Kulpenberg und dem Kyffhäuserdenkmal nach Tilleda. Dann verläuft der Weg weiter über Udersleben nach Ichstedt. Hier sollte man dem Turm einer alten Wehrkirche einen Besuch abstatten.
Vorbei an Borxleben führt der Weg nach Schönfeld, überquert die Unstrut und erreicht die alte Salzstadt Artern.
In Artern sind die Solequelle und die St. Veitskirche, eine Kreuzkirche mit Vierungsturm sehenswert.
Entlang der Unstrut führt der Weg nach Ritteburg (dem alten Riade). Hier fand im Jahr 933 die denkwürdige Ungarnschlacht an der Unstrut statt, bei der der 1.deutsche König Heinrich I die Ungarn geschlagen hat.
Über Kalbsrieth und Schönewerda führt der Weg weiter nach Bottendorf. Die Kupferhütte mit ihrem liebevoll gepflegten Mühlenmuseum ist immer ein Besuch wert.
Weiter verläuft der Weg durch das Unstruttal über Hechendorf nach Wiehe. Einen Besuch der vermutlich größten Modellbahnanlage der Welt „Mowi-World“ sollten Sie keinesfalls versäumen.
Durch die Hohe Schrecke über Zeisdorf und Wohlmirstedt erreicht der Weg schließlich seinen Zielpunkt, das Kloster und die Kaiserpfalz Memleben.
Die Kaiserpfalz Memleben ist der Sterbeort des ersten deutschen König Heinrich I (02.07.936) und seines Sohnes, des ersten deutschen Kaisers Otto I (07.05.973).
Ein Besuch der Klosteranlage mit der musealen Ausstellung zur ottonischen Zeit sowie den Resten der Marienkirche, erbaut unter Otto I 942 und der Ruine der Klosterkirche mit einer vollständig erhaltenen hochromanischen Krypta rundet die Reise auf dem Kaiserweg ab.
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