>Der Harz< - "Thüringes Norden"

Das Tor in den Harz
 
Die Steinernen Wächter
 
Felsnadeln aus vulkanischen Zeiten
>Der Harz –Thüringens Norden Der Thüringer Südharz ein Teil dieser vielseitigen Region<
“Der Harz“ „Das besondere Mittelgebirge“! Der Harz ist eine über 500 Millionen Jahre alte Erdscholle, welche in dieser Zeit, von der Südhälfte der südlichen Erdkugel, bis nach Mitteleuropa gewandert ist. In dieser Zeit war der Harz mal Gebirge, mal Meeresgrund, mal Wüste und mal Tropenwald. Dieses Stückchen Erde hat Vulkane, brodelnde Magma, tektonische Verschiebungen und Überschiebungen bis hin zum zusammen Knautschen, ein Absacken und ein Hochheben erlebt. Diese schräg stehende, zusammen geschobene Erdscholle „Harz“ erhebt sich mit seiner Fläche aus seinem Umland und Ebenen heraus. Seine Fläche ist kleiner als 1% der Gesamtfläche von Deutschland. Gegenüber dieser Fläche von 1 % beläuft sich die Waldfläche auf 2%. Der Harz ist das am stärksten bewaldete Mittelgebirge, mit 80 % Waldflächen. Selbst aus dem Weltall gesehen, hebt sich der Harz gegenüber den anderen Flächen hervor. Die Reichtümer des Harzes sind: I. Der Reichtum und die Vielfalt an Bodenschätzen auf kleinstem Raum. II. Der Reichtum an Wasser. Mit vielen Talsperren und ganzen Talsperrensystemen. III. Der Waldreichtum mit geschlossenen Waldflächen, wie die Rotbuchenwälder im Südharz. Ein weiterer Schatz ist die Vielfältigkeit, der Struktur, die Klima- und Wetterzonen mit den unterschiedlichen Niederschlägen, und dem damit verbundenen vielfältigen Bewuchs -reichtum an Pflanzen sowie der dadurch möglichen vielfältigen Fauna einschließlich der Kleinlebewesen. Die vielfältige Geologie und die Initiative des reichhaltigen Bergbaus, auf kleinsten Raum, unterscheiden auch hier den Harz von den anderen Mittelgebirgen. Der Harz entwickelte sich vom Urwald, dem kaiserlichen Bannwald, über den drei geteilten Lehnswald der Fürsten. Den durch die Verhüttung und den Bergbau stark entwaldeten Urwald folgte der Kulturwald Harz. Der in Sophienhof tätige Förster Hans – Dieter von Zanthier gründete in Ilsenburg Deutschlands erste Forstakademie als Oberforst- und Jägermeister der gesamten Waldfläche der Wernigeröder – Hohensteinschen Forsten. So kam es das hauptsächlich die zur Anpflanzung geeignete Fichte als schnellwachsender Rohstoff angebaut wurde. Bis ca. 1800 qualmten pro Jahr im Harz ca. 8 bis 10 tausend Kohlenmeiler. So ein Meiler mit ca. 10 Meter Durchmesser und 4 Meter hoch fasste ca. 120 Raummeter Holz.


Dass sind 75 m³ feste Holzmasse. Somit wurden im Harz pro Jahr ca. 1. Mill. 200 tausend Raummeter Holz verkohlt. Ohne Holzkohle war eine Verhüttung nicht möglich. Es gab nicht nur die Zunft der Köhler, es gab auch die der Kohlenfuhrleute welche die Holzkohlen auf regelrechten Kohlenwegen transportierten. Ab ca. 1800 wurde im Harz Steinkohlenkoks bei der Verhüttung eingesetzt, aber im Harz fehlten die Transportstrecken (Eisenbahnen).
Der Harz entwickelte sich zum montanhistorischen Harz des Bergbaus, der Verhüttung, der Verarbeitung, der Köhlerei sowie der Wasser und Waldwirtschaft. Bis auf das Brockengebiet entwickelte sich der Harz vom Laubmischwald der Urzeit zum Harz der Fichtenwälder. Die Tanne im Harz ist eine Fichte, denn die Weißtanne des Schwarzwaldes hat es nicht geschafft im Harz Fußzufassen bzw. vorzudringen. Die Fichte lässt sich Kulturen, (Anpflanzen), wo die Buche dagegen ein Schattenbaum ist, sie wächst nur im Schatten anderer Bäume auf. Aber im Südharz ist der Mischwald erhalten geblieben. Somit hat der Südharz den größten geschlossenen Rotbuchenwald Bestand Deutschlands. Der Südharz ist die Domäne der Rotbuche, welche mit 25% der Harzer Waldfläche eine bedeutende Buchenwald Landschaft bildet.
Schon seit frühester Zeit wurde im Harz Bergbau betrieben. Es gibt kaum einen Ort im Harz welcher nicht mit dem Bergbau in Verbindung steht. Überall stößt man im Harz auf Bergbaurelikte. Auch im Thüringer Südharz ist es nicht anders. Der ehemalige Flecken Ilfeld ist ein uralter Bergbau und Verhüttungsort. Heutzutage merkt man in der Ortschaft Ilfeld, der neu gebildeten Gemeinde „Harztor“, kaum noch etwas davon. Weltweitbekannt sind dagegen die Erz und Mineralien Vorkommen rund um Ilfeld. Bekannt sind auch die auf dem Territorium vorhandenen Besucherbergwerke „Rabensteiner Stollen“ und „Lange Wand“. Um Ilfeld existiert eine vielseitige Pingenlandschaft, als Relikte des historischen Südharzer Bergbaues. Der Bergbau wurde vielseitig im Harz entwickelt und mit ihm die Fahrtenkunst und die Wasserkunst, welche als UNESKO Welterbe bestätigt wurde. Durch die Entwicklung des Drahtseiles im Harz konnte die Fahrtenkunst entstehen. Nicht nur diese sondern auch die Schiene soll durch den Bergbau entstanden sein. Die Wassernutzung durch welche die Oberharzer Wasserkunst entstand, wurde als Energielieferant und als Erzwaschelement benötigt. Auf der einen Seite benötigte man das Wasser als vielseitige Energie, auf der anderen Seite mußte man es aus den Bergbauen ableiten. Hierdurch hatte man eine Reihe von Aufgaben und Arbeiten zu bewerkstelligen. So entstanden auch Deutschlands, älteste Talsperre, der Oderteich und der Rehbergergraben. Abgesehen von den Talsperren wurden im Harz ca. 143 Stauteiche, 500 Km Gräben, 100 Km Lösstollen und ca. 30 Km unterirdische Gräben angelegt, welche heute zum größten Teil noch vorhanden sind. Dieses alles ist ein Teil des Harzes mit seiner Einmaligkeit auf dem kleinen Raum Harz begrenzt. Es sind nur kleine Mosaiksteine von dem was den Harz und den Thüringer Südharz auszeichnen. Der Harz, „Das besondere Mittelgebirge!" Fortsetzung folgt. Manfred Kappler
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
3 Kommentare
3.760
Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 12.01.2012 | 17:00  
1.794
Manfred Kappler aus Nordhausen | 12.01.2012 | 20:30  
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 13.01.2012 | 06:57  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige