"Die Ruhe sei dem Menschen heilig! ..."

"Der Weg ist das Ziel!"
 
Du musst dich nur entscheiden ;)
Berchtesgaden: Wandern in Bayern | (050) -

Wo soll ich anfangen? Nur so viel vorneweg:
die malerischen Gesteinsformationen der Alpen haben mich vor acht Jahren in ihren Bann gezogen und wenn die Sehnsucht zu groß ist, dann gehe ich dort mit meinem Mann wandern und wir begeben uns auf die Suche nach Zeit.

Das Wasser des Lebens entspringt in den Bergen!
Die Natur formte über Jahrtausende den Fels so, wie wir ihn heute kennen. Der unaufhaltbare Abrieb durch Eis, Wasser und mächtige Gesteinsabbrüche ließ weite Täler und Schluchten umringt vom Felsmassiv, sowie idyllische Bergseen entstehen.

Da ich am Südharz wohne, kenne ich auch die Reize von diesem Mittelgebirge. Der Brocken ist der Hausberg aller Harzer. Von dort kann der Blick in die Weite schweifen, auch wenn man die Landschaft oft nur erahnt. Direkt zu Hause im malerischen Harzvorland entdecke ich bei jedem Spaziergang etwas Neues.

Wie das? Meine Heimat ist die verkarstete Landschaft im Südharz-Karstgürtel im Norden von Thüringen. Karst ist das Zauberwort, denn die montane Eigenschaft des vorhandenen Gesteins der Berge und Höhenzüge lässt Wasser verschwinden, Höhlen entstehen und manchmal verschwindet sogar die Erde und es entstehen Dolinen und Erdfälle. - Dazu werde ich in Kürze einen Beitrag schreiben. -

Weite Wälder, Gebirgsbäche und Harzer Almen mit Ziegen und Höhenvieh geben mir jedoch schwer das Gefühl, dass ich hier Ruhe und Zeit finde. Die heimische Kultur, die Mentalität der Menschen im Harz strahlen nicht die gleiche Ruhe und Gelassenheit aus, wie ich es in den Alpen empfinde.

Das Leben mit der Natur geht verloren!
Zumindest den Menschen in den dicht besiedelten Regionen. Sie verlernen, im Einklang mit ihr zu leben und geben sich freiwillig dem Konsumrausch hin. In den ländlichen Regionen der Alpen bestimmen noch die Jahreszeiten das Leben und der Tagesrhythmus wird noch von Land- und Viehwirtschaft geprägt. Und von dem darauf abgestimmten Tourismus!

Das ist es, was mich in die Alpenregion zieht. Hier muss sich der Mensch, egal ob Einwohner, oder Urlauber noch selber bemühen, beweisen. Mich locken die Wege zu den Almen, auf die Berghütten, ins schroffe Gebirge. Für mich zählt auf der Suche nach Ruhe und Zeit:
Der Weg ist das Ziel!“.

ENTSCHLEUNIGEN – Nur ein Modewort?

Nur wer einmal schwitzend und schwer atmend die teils steilen Wege und Steige hinauf in die alpine Gebirgswelt gegangen ist, der weiß, was ich meine. Ich habe stets die bedauert, die hetzend an mir vorüber gingen und nichts von der artenreichen Flora und Fauna und dem Blick in die malerisch schöne und doch schroffe weite Bergwelt gesehen haben.

Hektik und Stress sind auch in den Bergen angekommen. Ein heimlicher Wettkampf hat sich entwickelt: am schnellsten die Berge erklimmen, am höchsten und extremsten klettern und am weitesten wandern. Ruhewanderer, so wie ich, werden allenfalls geduldet, eher belächelt. Doch es gibt einen schönen Spruch, der überall an den Wandertafeln stehen sollte: „ ... Nur Verrückte haben´s eilig!“.

Es grüßt Euch Ruhewanderin Annett De. aus Woffleben, Südharz, Thüringen
1
2
2
1
6
2
2
3
1
3
1
1
3
1
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Lesen Sie auch die Bildkommentare zum Beitrag
4 Kommentare
5.678
Gunter Linke aus Saalfeld | 23.08.2012 | 23:41  
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 24.08.2012 | 04:25  
1.616
Lutz Leipold aus Ilmenau | 24.08.2012 | 10:57  
12.762
Renate Jung aus Erfurt | 24.08.2012 | 17:05  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige