„Erinnerungsorte der extremen Rechten“

Wann? 31.03.2015 19:00 Uhr

Wo? Flohburg - Das Nordhausen Museum, Barfüßerstraße 6, 99734 Nordhausen DE
Cover (Springer VS)
Nordhausen: Flohburg - Das Nordhausen Museum |

Buchpräsentation am 31. März 2015 um 19.00 Uhr in der FLOHBURG – Das Nordhausen Museum, Barfüßer Str. 6.

Geschichtspolitik ist für die extreme Rechte von zentraler Bedeutung. Dies zeigt sich vor allem bei ihren regelmäßigen Aufmärschen mit historischen Bezügen in Dresden, Bad Nenndorf, Remagen oder Wunsiedel. Dabei ist das kollektive Gedächtnis der extremen Rechten durch Mythen, Bilder und Erzählungen geprägt, die sich nicht nur auf geografische Orte beziehen, sondern auch auf Ereignisse, wie etwa die Bombardierungen deutscher Städte während des Zweiten Weltkriegs. In Nordhausen missbrauchte die extreme Rechte in den vergangenen Jahren den Jahrestag der Luftangriffe auf die Stadt wiederholt für revisionistische Geschichtsbilder.
Erinnerungsorte erfüllen für die extreme Rechte somit eine wichtige gemeinschaftsstiftende Funktion. In dem Sammelband werden einige dieser Erinnerungsorte vorgestellt. Die Autorinnen und Autoren analysieren deren symbolische Aufladung, dekonstruieren die daran geknüpften Mythen und fragen nach der strategischen Bedeutung dieser Erinnerungsorte für extrem rechte Politikkonzepte.
Im Rahmen der Veranstaltung analysieren Michael Sturm und Martin Clemens Winter die zentralen geschichtspolitischen Argumentationsmuster der extremen Rechten vor allem am Beispiel der Erinnerung an den Luftkrieg. Diskutiert werden soll aber auch, wie demokratische Erinnerungskulten gestaltet werden können, um keine Anknüpfungspunkte für rechtsextreme Aneignungs- und Vereinnahmungsversuche zu bieten.

Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Stefan Hördler, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Der Eintritt ist frei.

Eine Kooperation der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.

Michael Sturm, Historiker, ist pädagogisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Geschichtsort Villa ten Hompel der Stadt Münster und Mitarbeiter der Mobilen Beratung im Regierungsbezirk Münster – Gegen Rechtsextremismus, für Demokratie (mobim).
Martin Clemens Winter, Historiker, ist Promotionsstipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Vorsitzender des Fördervereins der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig. Er hat in dem Sammelband über die Erinnerung an den Luftkrieg geschrieben.

Zum Buch:
Martin Langebach / Michael Sturm (Hrsg.): Erinnerungsorte der extremen Rechten, Wiesbaden: Springer VS 2015. ISBN: 978-3-658-00131-5 (http://www.springer.com/978-3-658-00130-8).

Ausschlussklausel:
Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.
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1 Kommentar
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Anton Gramsch aus Erfurt | 24.03.2015 | 17:39  
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