„Fahnen der Erinnerung“ wehen in der Harzregion

Gedenkfahnen am ehemaligen Lagerbahnhof des KZ Mittelbau-Dora. Von dort bringen die Vereinsmitglieder die Fahnen in die beteiligten Gemeinden. Foto: “Jugend für Dora” e.V.

Der Verein „Jugend für Dora“ e.V. hat sein Gedenkprojekt zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora begonnen – Öffentliche Vorstellung des Projekts am Sonntag, 12. April 2015 um 15 Uhr im Bürgerhaus der Stadt Nordhausen

Am Dienstag, 7. April 2015 hat der Verein „Jugend für Dora e. V.“ erfolgreich das Projekt „Fahnen der Erinnerung“ gestartet. In Nordhausen, Ellrich, Harzungen und Woffleben wehen seitdem die ersten Gedenkzeichen. Sie erinnern dort an die einstigen Außenlager des KZ-Lagerkomplexes Mittelbau zwischen 1943 und 1945.

Auch an allen anderen ehemaligen Lagerstandorten in der Harzregion werden in dieser Woche „Fahnen der Erinnerung“ errichtet. Hier eine Übersicht zu den voraussichtlichen Zeit ihrer Aufstellung in den beteiligten Gemeinden:

- Mittwoch, 8.4.2015, 9-13 Uhr:
Blankenburg, Großwerther, Günzerode, Ilfeld, Niedergebra, Trautenstein

- Mittwoch, 8.4.2015, 13-18 Uhr:
Ballenstedt, Bleicherode, Ilsenburg, Kleinbodungen, Quedlinburg, Rehungen

- Donnerstag, 9.4.2015, 9-12 Uhr:
Kelbra, Rottleberode, Stempeda, Tettenborn, Walkenried, Wieda

- Donnerstag, 9.4.2015, 12-17 Uhr:
Artern, Hohlstedt, Mackenrode, Nüxei, Osterhagen, Osterode, Roßla, Wickerode

Begonnen wurde das Projekt am ehemaligen Lagerbahnhof in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora: Dort wurden zunächst alle Fahnen für ein gemeinsames Foto aufgestellt. Heute und in den kommenden Tagen bringen die Mitglieder des Jugendvereins sie von dort in die teilnehmenden Gemeinden. Ergänzende Bodenaufkleber geben vor Ort Informationen zu den jeweiligen Außenlagern und den Todesmärschen im Zuge ihrer Räumung.

Mit diesen Gedenkzeichen weist der Verein „Jugend für Dora“ e.V. anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora auf die einstige geografische Ausdehnung dieses ehemaligen KZ-Lagerkomplexes hin. Besonders erfreut und dankbar sind die Mitglieder des Vereins für die finanzielle Unterstützung ihres Gedenkprojekts durch die beteiligten Gemeinden sowie durch die Doris-Wuppermann-Stiftung.

In einer öffentlichen Präsentation stellen die Mitglieder des Vereins das Projekt und seine Ergebnisse am Sonntag, 12. April 2015 um 15 Uhr im Bürgerhaus der Stadt Nordhausen dem Publikum vor. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Außerdem finden im Zuge des Projektes „Werde Jugendguide“, eine weitere Initiative des Vereins „Jugend für Dora“ e.V., am Wochenende mehrere öffentliche Führungen in Nordhausen und Umgebung statt. In Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Vereins „Jugend für Dora“ e.V. haben Schüler der 9. und 10 Klassen im letzten halben Jahr eigenständige Führungen zur nationalsozialistischen Vergangenheit der Region erarbeitet. Zum Jahrestag der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora bieten sie diese Führungen erstmals öffentlich an folgenden Terminen an:

- Samstag, 11. April 2015, 13h: Historische Stadtführung „Nordhausen im
Nationalsozialismus“; Beginn am Theaterplatz

- Sonntag, 12. April 2015, 11h: Historische Ortsführung „Ilfeld im
Nationalsozialismus – Zwischen Napola und Zwangsarbeit“; Treffpunkt am
Parkplatz neben der Kirche „St. Georg-Marien

- Sonntag, 12. April 2015, 13h: Historische Stadtführung „Nordhausen im
Nationalsozialismus“; Beginn am Theaterplatz.

Auch zu diesen Führungen sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist ebenfalls kostenfrei und ohne Voranmeldung möglich.

Weitere Informationen zu den "Fahnen der Erinnerung" sind auf der Homepage des Gedenkprojektes abrufbar: www.fahnendererinnerung.wordpress.com

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Anett Dremel
Jugend für Dora e.V.
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