Finale für drei kleine Ladys

Emma, Josephine und Celina (von links) mit ihrer Musiklehrerin Daniela Heise. Sie schenkte ihren Schützlingen als Glücksbringer eine Kette mit der Aufschrift "Carpe diem" und drückt ihnen für das Bundesfinale ganz fest die Daumen!
 
Lehrerin Daniela Heise - sie unterrichtet das Trio seit vier Jahren, jedes der Mädchen seit 8 Jahren.
Nordhausen: Kreismusikschule |

Gitarren-Trio der Musikschule Nordhausen schaffte es bis zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“


NORDHAUSEN. „Heute üben wir im Freien“, sagt Musikpädagogin Daniela Heise und lässt ihre Schützlinge drei Stühle in den Garten der Musikschule tragen. Rücken an Rücken spielen Emma, Josephine und Celina – gegen den Lärm der Straße und zur Freude der zufälligen Passanten. Die Mädchen dürfen sich nicht sehen, ihr Spiel muss harmonieren, keine der Drei darf herausklingen.

„Nur so wird ihr Zusammenspiel perfekt!“, erklärt Daniela Heise. Seit acht Jahren unterrichtet sie die Mädchen im Fach Gitarre. Seit vier Jahren spielen Emma Schorcht (12), Josephine Hoffmann (14) und Celina Franze (12) im Trio. Schon mehrfach schafften sie es ins Landesfinale des Wettbewerbs „Jugend musiziert“. Nun, da Emma und Celina endlich Zwölf sind, bescherte ihnen der Sieg im Landeswettbewerb 2013 auch die Teilnahme am großen Bundesfinale. Das vereint am 18. Mai in Fürth die besten Musikschüler Deutschlands.

Gegen die Aufregung hat jedes der Mädchen sein eigenes Rezept: Die selbstbewusste Emma weiß ihr Schaf im Gepäck und findet: „Wir müssen einfach zeigen, was wir draufhaben! Zuhörer sind auch nur Menschen!“ Josephine, das stille, bescheidene Mädchen, schwört auf Lavendelblüten-Tee. Den trinkt sie vor dem Wettbewerb und hat ihn auch in der Thermoskanne dabei. Celina atmet tief durch. Sicherheit gibt ihr das Trio und Glück bringt die Carpe-diem-Kette, die die Drei vor dem Regionalwettbewerb von Daniela Heise geschenkt bekamen.

"Ich wünsche mir sehr, dass die Mädchen an ihrer Schule für ihre sensationelle Teilnahme am Bundesfinale in Musik eine Eins bekommen!" Daniela Heise, Musikpädagogin, Kreismusikschule Nordhausen


Sie lieben ihre Lehrerin, das merkt man. Es ist das Miteinander, das sie begeistert, die methodische Vielfalt des Unterrichts, die guten Ideen und deren Umsetzung, die allen Spaß macht. Und der Tipp, mit dem Metronom zu arbeiten. Das Klack, Klack des Fadenpendels gibt in der Musik perfekt den Takt vor. Ihn einzuhalten ist gerade beim gemeinsamen Musizieren das A und O. In diesen Tagen üben die Mädchen intensiver als sonst. „Den Anschlag über die Nagelinnenkante, die tiefen Töne mit der Nagelspitze“, erklärt Celina. Das ist Technik, und die muss sitzen!

Seit Kleinkindertagen musizieren die Mädchen. Emma hat gleich mit der Gitarre begonnen, auch Josephine. Nur Celina startete mit der Flöte. In der musikalischen Früherziehung hat das Trio seine Wurzeln, die Liebe zur Musik hörte nie auf. „Ich singe gern, selbst unter der Dusche“, kichert Celina. Josephine schwärmt für David Garret, Pink und Psy. Emma steht auf „Passenger“ und Taio Cruz. In Fürth werden sie für einige Momente vergessen sein und den „2 Gavotten“ von Bach, dem D-Dur-Konzert von Philippo Gragnani, dem Rondo von Hindemith und dem „Swing for fun“ von Dieter Kreidler Platz machen.

Dass die Mädchen, die alle Sport und Musik als ihre Lieblingsfächer nennen, nach dem Wettbewerb in Fürth ebenfalls voller Freude tanzen, ist ihnen sehr zu wünschen. Schließlich spielen sie seit acht Jahren Gitarre. Und wenn sie das einmal nicht tun, schwimmen, malen und singen sie, tanzen Zumba, spielen mit Brüderchen Anuk, mit Schwester Leonie oder hatten gerade eine tolle Jugendweihe-Party im Klubhaus.
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