Gräfliche Einladung - Ausstellung über Burgen und Schlösser der Grafen von Hohnstein

Landrat Joachim Claus
Nordhausen: Kreismusikschule | "Letztendlich es war das Erbrecht, das zum Niedergang eines der bedeutendsten Grafengeschlechter Thüringens führte. Mit der Tatsache, dass nicht nur ein Sohn Anspruch auf das Erbe hatte, sondern alle Söhne gleichermaßen, besiegelten Erbteilungen im 14. Jahrhundert das Ende derer zu Hohnstein." - Mit diesen Worten hatte Dr. Gerlinde Gräfin von Westphalen am 30. März die Eröffnungsgäste zu einer interessanten Zeitreise eingeladen, die das Wirken der Hohnsteiner in einer Ausstellung vorstellt.

"Die Burgen und Klöster der Grafen von Hohnstein" dokumentiert auf eindrucksvolle Weise, wie mächtig und bedeutsam das Grafengeschlecht für Thüringen einst war. Noch heute zeugen außer der gleichnamigen Burgruine bei Neustadt Reste von Burgen sowie Schlösser von Größe und Macht des einstigen Grafengeschlechts.

Seit Mitte des 12. Jahrhunderts ist das Grafengeschlecht der Hohnsteiner urkundlich nachweisbar. Im 13./14. Jahrhundert gehörte es zu den mächtigsten in Thüringen. Eindrucksvolle Burgen wie die in Lohra, Neustadt, Klettenberg, Scharzfeld und Großbodungen sowie das Schloss in Heringen zeugen noch heute vom Wirken der Hohnsteiner.

Dr. Gerlinde Gräfin von Westphalen, die studierte Germanistin, Politologin und Philosophin, griff die Thematik auf und gestaltete eine Ausstellung. In Text und Bild stellt sie einerseits das Grafengeschlecht und seine Verortung in Thüringen vor und erzählt andererseits auch die Geschichte seiner vielen Bauwerke. Durch die Jahrhunderte hinweg zeigt die Gräfin die Historie der Hohnsteiner Bauwerke bis zum gegenwärtigen Zustand und der heutigen Nutzung. "Wenn Sie nun inspiriert werden, diese Orte zu besuchen, wäre ich hocherfreut", unterstrich sie am Ende ihrer Laudatio.

Die Ausstellung im Foyer der Kreismusikschule, direkt neben der Cyriaci-Kapelle, ist montags bis freitags zwischen 9 und 18 geöffnet und bis zum 30. Mai zu sehen.

550 Jahre Ersterwähnung der Burg Großbodungen
Gleichzeitig lud Dr. Gerlinde Gräfin zu Westphalen als Hausherrin zum großen Burgfest nach Großbodungen ein. Dort lebt sie heute mit ihrer Familie und möchte am 15. Mai mit vielen Gästen den 550. Jahrestag der urkundlichen Ersterwähnung der Burg Großbodungen feiern. Geöffnet sein werden dann die Galerie in der Burg, das Mineralien- und Fossilienkabinett und das Café in der Kemenate.

Kontakt und Infos
036077/1 89 34
www.galerie-in-derburg. de
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