Lutherbibeln - Antiquitäten in Familienbesitz

Antiquitäten schlummern in mancher Hausbibliothek
 
Wie oft sie wohl gelesen wurde?
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Nicht nur Sammler besitzen Antiquitäten. Viele sind in Familienbesitz wie bei Frau Malkovris und werden über Generationen weiter gegeben.

Antiquitäten
sind Gegenstände aller Art, die Sammlerwert besitzen und meist weit über 100 Jahre alt sind. "Bücher-Schätze" kann man jedoch nicht ewig bewahren! Es stellt sich die Frage, wie man diese am besten aufbewahrt.

Erfahrungen zeigen, der Raum sollte gut gelüftet, sowie gleichmäßig temperiert und trocken sein. Außerdem ist es besser, wenn die Bücher vor Staub geschützt in einem Schrank stehen. -



Lutherbibel
Anfang des 16. Jahrhunderts wurden das Alte und Neue Testament der Bibel durch Martin Luther in die deutsche Sprache übersetzt. Im Jahre 1534 wurde die erste vollständige Bibel in deutscher Schrift in Wittenberg (heute Lutherstadt) gedruckt.
Martin Luther wurde am 10. November 1483 in Eisleben geboren und starb dort im Jahre 1546. Sein Schaffen beruhte auf dem Prinzip der "Gerechtigkeit Gottes allein aus Gnade". Am 31. Oktober 1517 wurde mit dem Anschlag seiner 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg eine Reformation der Kirche in Deutschland ausgelöst.
Die Thesen richteten sich gegen den Ablass, das erkaufte Seelenheil. Diese Reformation führte zur Spaltung des westlichen Christentums in verschiedene Konfessionen.

M A R T I N I
Was hat wohl Martini mit diesem Artikel zu tun?
Dieser alte protestantische Brauch wird am 10. November, dem Geburtstag von Martin Luther, begangen. Sein Ursprung ist schon viel älter und kann hier nachgelesen werden.

Private "Schätzchen"
Hält man eine Bibel in der Hand, hat das nicht immer mit Glauben zu tun. Ist diese Heilige Schrift aus dem Jahr 1777, dann kann man schon an ein Wunder glauben.
Diese Buch ist 234 Jahre alt und ich halte es in meinen Händen!
Keiner in der Familie von Frau Malkovris wollte es für die nächste Generation bewahren und nun obliegt ihr diese Aufgabe. Auch wenn der Einband schon stark abgegriffen und das Papier leicht vergilbt ist, so wird das durch zarten Goldschimmer auf den äußeren Papierkanten wieder wett gemacht.

Eine Bibel von 1892 war als Hausbibel von den Vorbesitzern den neuen Bewohnern überlassen worden und füllt nun auch den Bücherschrank.
In jenem Jahr wurde eine kirchenamtliche Revision für abgeschlossen erklärt. Um 1860 beauftragt entstand ein Gremium aus zehn Theologen, die den Bibeltext auf eine einheitliche deutsche Rechtschreibung und Textfassung ausarbeiten und festlegen sollten. Diese Revision war nötig, weil über die vielen Jahrhunderte hinweg manche Textpassagen durch Verleger und Drucker modernisiert waren.

Das jüngste "Schätzchen" ist das Gesangsbuch der Uroma von Frau Malkovris aus dem Jahr 1902. Es ist für seine fast 110 Jahre noch recht gut erhalten, weil es in einem Schuber steckt. So glänzt das Gold noch fast wie am ersten Tag. Solche Verzierungen sind heute sicher kaum noch erschwinglich und deshalb werden diese Bücher in hohen Ehren gehalten!

Annett Deistung, Woffleben
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5 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 02.11.2011 | 00:39  
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Hans-Gerd Born aus Erfurt | 02.11.2011 | 15:16  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 02.11.2011 | 19:28  
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Hans-Gerd Born aus Erfurt | 02.11.2011 | 20:38  
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Petra Seidel aus Weimar | 03.11.2011 | 19:43  
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