Märchenballett Aschenbrödel: Der Schuh zum Glück

Tanzschüler in Nordhausen und Sondershausen proben für Ballett „Aschenbrödel“

Am Ende ist es wieder der zierliche Schuh, der den Prinzen zu seinem Aschenbrödel führt. Allerdings ist er diesmal nicht aus Glas, sondern aus edlem Stoff – geschaffen für den Tanz auf Zehenspitzen. Maria-Louiza Radeva ist darin geübt. Die 18-jährige Schülerin wird die Hauptrolle im Ballett „Aschenbrödel“ tanzen.

Die märchenhaften Aufführungen des Tanzstudios Radeva gehören seit Jahren zur Vorweihnachtszeit in Nordhausen und Sondershausen. Derzeit proben rund einhundert Ballettschüler zur Musik von Johann Strauss (Sohn) für das diesjährige Stück. Selbst die Kleinen – die Jüngsten sind dreieinhalb Jahre alt – tragen tanzend zum Happy End bei. Als Tauben sortieren sie die Linsen. Als Mäuschen, Spinne und Co. bringen sie Aschenbrödel die Accessoires fürs Ballkleid. „Die Verwandlung vom grauen Aschenputtel zur Ballprinzessin vollzieht sich im Laufe der Geschichte“, verrät Maria-Louiza.

Sie tanzt, seit sie denken kann. Diese Leidenschaft liegt in den Genen. Ihre Mutter Louiza Radeva, früher Mitglied des Ballett-Ensembles am Nordhäuser Theater, gründete das Tanzstudio 1995. Hier übt sich Maria-Louiza auch im Streetdance. Vor allem aber liebt sie das klassische Ballett mit Piouretten, Spagat-Sprung und Spitzentanz. Dass es dabei nicht immer ernst zugehen muss, zeigt die Aschenbrödel-Version. „Die Stiefschwestern sorgen da für so manchen Lacher. Vor allem, wenn sie sich um den Prinzen streiten.“

Apropos Prinz. In Ermangelung von Tänzern übernimmt Stefanie Bieneck diese Rolle. Die 19-jährige Nordhäuserin, die gerade ihre Friseur-Ausbildung absolviert, hatte schon in „Coppelia“ als Tanzpartner agiert. Was nicht heißt, dass sie nicht auch schöne Kleider liebt. „Darum würde ich gern mal einen Cancan tanzen“, sagt sie und lacht.

Termine
- Haus der Kunst Sondershausen: Sonntag, 8. Dezember, 15 Uhr
- Theater Nordhausen: Sonntag, 15. Dezember, 10.30 Uhr und Montag, 30. Dezember, 15 Uhr
- Kartenverkauf: ­Stadtinformation ­Sondershausen,  0 36 32 / 78 81 11,
Theater Nordhausen,  0 36 31 / 98 34 52
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