Mein Osterspaziergang; rund um die Ilfelder Wetterfahne

Mein Osterspaziergang: übrigens ich bin Poldi!
 
Auf schmalem Weg in die Berge!
 
Wer räumt endlich den Weg frei?
Mein Osterspaziergang, rund um die historische Ilfelder Wetterfahne.

Heute wollen wir einmal auf der Ilfelder Panoramatour wandern, es in Ilfeld von 250 m NN bis hinauf auf 600 m NN auf den Poppenberg mit seinen schönen Aussichtsturm und dann natürlich auch wieder hinunter, nach Ilfeld zurück.

Es ist zwar kalt aber die Sonne scheint und somit Wanderwetter für einen Osterspaziergang. Und las geht es, durch den Ort zur Weidentalsbrücke und gleich in den Wald hinein auf schmalen Pfad in die Berge. Nach einigen hundert Metern eine Sauerei, nichts gegen Waldbewirtschaftung, aber den Schlagabraum Monate lang auf den Hauptwanderwegen liegen lassen, finde ich als empörend. Wir kämpfen uns hier in der Hanglage am Schlagabraum vorbei und weiter geht es durch die Klippen auf schmalem Steig den Berg hinauf. Ein Blick zurück, durch die Äste auf den ältesten Ortsteil von Ilfeld. An der Bergkannte ein kurzer Abstecher auf einen Bergsporn mit Ausblick in das obere Ilfelder Tal. Es geht immer weiter langsam Bergauf durch den Hang hinauf. Nach einer Kurve leuchtet uns schon die Felsennadel des Gänseschnabels entgegen. Dann noch einige Felsstufen, ein kurzer Anstieg und wir stehen am Fuß dieses markanten Felsens in der Form eines Gänsekopfes. Der Sage nach handelt es sich hier um die versteinerte Gänseliesel.

Ihr Freund und der Hund ihrer Pflegeeltern findet man auf der anderen Talseite ebenfalls in felsigen Stein verwandelt. Vom Gänseschnabel aus hat man einen guten Blick auf den Schienenstrang der HSB mit seinem größten Brückenbauwerk dem Ilfelder Viadukt, welcher 1948 im Januar vom Hochwasser weggerissen wurde und in einem Jahr wieder aufgebaut worden ist. Unterhalb des Viaduktes befindet sich die ehemalige Talbrauerei, das Hotel Gänseschnabel, das Solar beheizte Ilfelder Waldbad sowie Häuser und das Abbaugebiet der feuerfesten Ilfelder Steinkohle. Auf dem Gelände des Waldbades befand sich ab 1853 eine Holzwarenfabrik welche Holzbottich -Waschmaschinen, Kartoffelschälmaschinen und Parkett hergestellt hat.

Wir aber wollen ja weiter auf die Berge. Den Waldfahrweg ein Stück nach rechts bis in die große Kurve und hier dann links weiter auf schmalen Steig den Berg hinauf, vorbei an der alten Käfersteinschen Bank, bis zum nächsten Fahrweg. Der Fahrweg wird nur überquert, es geht an der hier stehenden Bank vorbei, weiter auf schmalen Weg nach oben. Dann haben wir es geschafft und stehen auf dem Herzberg, unter der historischen Ilfelder Wetterfahne. Unser Aufstieg wird durch einen bezaubernden Ausblick auf Ilfeld und die umgebende Landschaft belohnt. Sitzgruppe, Schutzhütte und Stempelstelle der Wandernadel laden zum verweilen ein. Dann geht es weiter auf sonnigen Höhen des Kammweges in Richtung Bielsteine, Kaulberg, Poppenberg bis zur Schutzhütte am Kaulberg.

Den Abstecher zum Kaulberg mit seiner super Aussicht sparen wir uns heute weil die Sicht nicht so besonders ist. Wir folgen nun den Fahrweg rechts ins Tal hinunter bis zu einer kleinen Sitzgruppe auf einer Felskuppe. Einige felsige Stufen hinunter und wir stehen auf der Felsenkanzel des Bielsteins und über dem Gottestal. Der Name stammt aus germanischer Zeit als hier germanische Priester die Beile und Werkzeuge gesegnet haben. Die Mittstreiter von Bonnifazius sollen eine Götzenstatue hier von dieser Kanzel ins Gottestal gestürzt haben. Auch von hier wieder einen schönen Blick auf Ilfeld/Wiegersdorf und auf das Harzvorland. Links blicken wir auf die oberen Bielsteine mit der Aussichtsplatte und dem Kletterfelsen mit Gipfelbuch.

Es geht zurück zur Sitzgruppe, auf dem Fahrweg wenige Meter zurück und dann rechts auf dem schmalen Steig weiter nach oben. Bis her wanderten wir durch herrlichen Laubwald, wie auch hier und nach einigen Windungen im Hang entlang stehen wir auf der Aussichtsplatte und sehen zur Felsenkanzel hinüber und weiter in die Südharzlandschaft. Weiter geht es auf schmalem Weg, vorbei an den Tafelligen Kupfertalsklippen über eine kleine Brücke immer weiter die Berge hinauf. Hier an der Waldstraße liegen noch die Reste vom gestiegen Schnee, denn hier oben lag eine geschlossene ca. 4 cm hohe Schneedecke. Dann haben wir die Wegspinne mit Infotafeln und Sitzgruppen erreicht. Ca. 200 m entfernt von hier befindet sich am Molkenborn die einzige Wasserstelle hier oben am Poppenberg, welcher eigentlich „Fürst Otto höhe“ heißt. Fürst Otte zu Stolberg – Wernigerode war Bismarcks Stellvertreter und er sorgte dafür dass in Deutschland die Krankenversicherung eingeführt wurde.

Nun noch einige hundert Meter die Waldstraße hoch und wir haben die 600 m NN erreicht und stehen vor dem Aussichtsturm aus Eisen mit seinen zwei Aussichtsbalkonen. Bei sehr guter Fernsicht kann man von hier bis zu den Ettersbergen, dem Inselsberg und der Wilhelmshöhe bei Kassel sehen. Eine Besteigung lohnt sich immer, denn man hat immer eine Aussicht über die Harzberge und die herrlichen Wälder des Südharzes. Auch hier oben eine Schutzhütte und ein Stempelkasten der Harzer Wandernadel. Nach kurzer Pause geht es weiter, wieder hinunter zur Wegspinne dort vorbei in Richtung Wetterfahne, Brockenblick, Drei Täler Blick. Über die Waldstraße des Leuftenberges erreichen wir den Brockenblick. Wir schauen über die Brandesbach, die Sophienhofer Wiesen, den Carls Berg Funk- und Aussichtsturm der HSB, hinüber zu den Bergen des Brockengebietes. Links der Achtermann, dann der Wurmberg mit Sprungschanze, der Erdbeerkopf, dann das Brockenmassiv und ganz rechts der langgestreckte Hohnekopf mit seinen vielen Felsen.

Zurück auf die Waldstraße und auf ihr weiter, dann rechts ab in Richtung Dreitälerblick. Auch hier hat man wieder vergessen den Wanderweg frei zu räumen, es liegen umgeschlagene Fichten quer über den Weg. Dann geht es auf Waldwegen Bergab immer schön durch die Laubwälder des Südharzes. Nun heißt es scharf rechts abbiegen und auf schmalen Weg etwas Bergauf, durch den Sattel und auf der nördlichen Bergseiten im Hang den Pfad weiter nach unten. Hier sind wir schon fast am Ziel, denn vor uns steht die Schutzhütte am „Drei Täler Blick“ und der entsprechende Stempelkasten der Wandernadel.

Dann stehen wir am Aussichtspunkt, von welchem man eigentlich sogar in 4 Täler sehen könnte. Wir stehen direkt über dem „Rabensteiner Stollen“ und sehen Auf den „Netzkater“ herunter. Das Hotel Netzkater gibt es nicht mehr es wurde kürzlich einplaniert. Wir schauen auf die B4 welche hier vorbei führt und im Schoppenbachtal über Rothesütte nach Braunlage geht. Links herum ins Ilfeldertal was wir leider nicht einsehen können. Aber wir können den Anfang der B 81 hier sehen welche das Behretal hoch geht in Richtung Hasselfelde – Magdeburg. Ganz rechts über die Schienen der HSB können wir ein Stück in das Brandesbachtal sehen. Nun haben wir sogar noch ganz großes Glück, denn wir können bis zur „Zugspitze“ sehen. Es kommt gerade ein Zug aus dem Harz herunter gefahren.

Wir müssen weiter, nun auf einer festen Waldstraße in Kurven bergab, es geht durch ein Blocksteinfeld welche eine Einmaligkeit im Südharz darstellt. Dann links abbiegen auf schmalem Weg hinunter zur „Lausebuche“ an der B4. Nun haben wir es schon fast geschafft. Vor uns die hohen Felsen der „Riesentreppe“, dahinter der Tal- und der Behrewächter und die viele anderen Felsen des Ilfelder Tales, über uns oben am Berg der Gänseschnabel. Links am Berg die großen Steinschlag-sicherungen, daneben unser schmaler Fußweg, der Autoschutzweg des Ilfelder Tales.

Es geht zwischen Fels und Straße am Steilhang entlang in Richtung Ilfeld. Dann haben wir den Wanderparkplatz erreicht, ich verabschiede mich von einem netten Ehepaar welches uns ab Gänseschnabel begleitet hat. Wir gehen an der Behre entlang, vorbei an der Neanderklinik, der Haltestelle der HSB, an den Schienen entlang zum Bahnhof, noch ein Stück durch den Ort und wir sind wieder nach ca. 12 Km Wanderung zu Hause angelangt. Ich „Poldi“ der Hund welcher heute seinen Osterspaziergang durch den Südharz gemacht habe, einmal rund um die Ilfelder Wetterfahne, ich habe jetzt meine Schnauze voll und muss mich erst mal ausruhen.
Wuff und Tschüs bis bald.



(Ps. Text wird noch fertig geschrieben)
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7 Kommentare
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Renate Jung aus Erfurt | 09.04.2012 | 01:27  
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Dieter Pemsel aus Weimar | 09.04.2012 | 08:51  
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Petra Seidel aus Weimar | 09.04.2012 | 11:50  
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Hannelore Grünler aus Artern | 10.04.2012 | 20:24  
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