Mit "Fniege im Hans" - Theater-Spielplan 2011/12 setzt auf Mix aus beliebten Stücken und Neues

Sie "tragen" die neue Spielzeit 2011/12 am Theater Nordhausen: Chefdramaturgin Dr. Anja Eisner, Intendant/GF Lars Tietje, Bianca Sue Henne (Junges Theater), Generalmusikdirektor Markus L. Frank und Oberspielleiter Toni Burkhardt (v.l.).
  Nordhausen: Theater | 4 x 4 ist die Erfolgsformel für die kommende Spielzeit am Theater Nordhausen. Vier neue Produktionen in jeder der drei Sparten - Musiktheater, Ballett und Schauspiel - plus vier neue Stücke des Jungen Theaters bescheren dem Publikum mit Nordhäuser Bühnenball und Thüringer Schlossfestspielen zwei Premieren pro Spielzeitmonat.

Mit Rekordbesucherzahlen, verdoppelter Eigeneinspielquote von 12 Prozent und positiven Signalen aus der Landeshauptstadt kann die Crew um Intendant Lars Tietje bezüglich der Finanzen auch dank des anteiligen Gehaltsverzichts aller Mitarbeiter in ruhigere Fahrwasser steuern und dem Publikum eine bunte Fracht aus Beliebtem und Neuem liefern.

Mit der Verdi-Oper "La Traviata", der Lincke-Operette "Casanova", Benjamin Brittens Oper "Peter Grimes" und der beliebten "West Side Story" von Leonard Benstein traf Generalmusikdirektor Markus L. Frank eine Auswahl, die Musikliebhaber querbeet erfreuen dürfte. Den i-Punkt setzt der Bühnenball am 24. und 25. Februar 2012, der mit einem "Kessel Gestreiftes" einen nostalgischen Blick auf die Fernsehgeschichte wirft.

Noch mehr Festspielatmosphäre verspricht Intendant Lars Tietje für den diesjährigen Sommer im Sondershäu- Dürser Schlosshof bei Mozarts "Entführung aus dem Serail". Trotz erweiterter Platzkapazitäten auf 700 ist die Nachfrage so groß, dass es nun erstmals 10 Aufführungen an insgesamt 4 Wochenenden geben wird.

Und noch etwas ist neu: Das Repertoire der Thüringer Schlossfestspiele wird um ein Kinderstück erweitert, um auch den Jüngsten die beeindruckende Symbiose von Musiktheater und Schlosskulisse vorzustellen. Welches Stück die jungen Festspielgäste erfreuen wird, wird demnächst entschieden.

Neues "Altes" steht auf dem Premierenplan der Ballettkompanie: "Der Nussknacker" und Kreationen von Ballettdirektorin Jutta Ebnother zu Musik von Maurice Ravel sind die Klassiker. "Panoramatanz" ist die schon traditionelle Uraufführung nach eigenem Libretto, mit der die Kompanie in den vergangenen Jahren immer wieder außergewöhnliche Momente der Verschmelzung von Ballett und Bildender Kunst schuf. Ob "Tanz.Miro", "RequieMozarTanz", "Camille Claudel..." oder "Bunt, schrill & sexy" - immer wieder beeindruckten die getanzten Ideen von Jutta Ebnother (Wörne) das Ballettpublikum. In der neuen Spielzeit widmet sie ihren "Panoramatanz" dem 25-jährigen Jubiläum der Enthüllung des Tübke-Monumentalgemäldes "Frühbürgerliche Revolution in Deutschland" im Panoramamuseum Bad Frankenhausen. Zur verkehrten Welt mutiert die Uraufführung des Kammertanzabends "Perspektiven getanzter Art", denn dann werden die Tänzerinnen und Tänzer ihre Choreographie selbst erstellen und den Tanz aus ihrer Sicht zeigen.

In bewährter Zusammenarbeit mit der Schauspiel-Sparte des Theaters Rudolstadt dürfen sich die Nordhäuser und ihre Theatergäste auf viele Klassiker verschiedenster Couleur freuen: Mit temporeichen Dialogen und aberwitziger Situationskomik avanciert der Schwank "Pension Schöller" zum Evergreen des Humors. Insgesamt sechsmal öffnet sich die Pension als vermeintliche Irrenanstalt im Theater Nordhausen.

Die Frage nach dem Erkennen des eigenen Ich steht im Mittelpunkt von Kleists "Amphitrion". Trotz seines Witzes stellt das Lustspiel die ernsthafte Frage nach Täuschung und Enttäuschung.

Um Verführbarkeit und menschliche Schwächen geht es auch in Friedrich Dürser renmatts "Besuch der alten Dame". Das unerbittliche Spiel um geheuchelte Anständigkeit, kollektive Schuld und Verführbarkeit durch Geld hat eine scheinbar unvergängliche Aktualität. Die Frage nach der Macht von Liebe und Hass beantwortet Shakespeares Tragödie "Othello", der eine 400 Jahre alte Novelle zugrunde liegt, deren Stoff auch heute an Aktualität nichts entbehrt.

Zwei Märchenstunden sagt das Junge Theater mit der Uraufführung von "Prinzessin Anna", der Adaption eines Kinderbuches mit vielen bekannten Märchenelementen und Musik, und dem Weihnachtsmärchen "Die Bremer Stadtmusikanten" in einer Neubearbeitung an. - "Mit dem Klassenzimmer- Stück ‚Lehnchens Geheimnis‘ werden wir in die Grundschulen gehen", macht Jung-Theater-Leiterin Bianca Sue Henne neugierig. Und schließlich wird es noch das Festspiel-Stück geben.

Bewährtes setzt sich fort: in den sieben Sinfonie-, drei Schloss- und vier Loh-Konzerten des Loh-Orchesters Sondershausen. Der musikalische Streifzug führt u.a. von Franz Liszt über Leonard Bernstein und Richard Strauß zu Max Bruch, Mozart, Händel, Beethoven und Tschaikowsky.

Spielplan und Premieren
www.theater-nordhausen.de
www.loh-orchester-sondershausen. de

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