Nacht der Feen an der Ebersburg

Nur einmal kurz hat sich eine Fee schon bei Tageslicht in der Ebersburg blicken lassen. Am 8. September sorgt sie mit vielen Schwestern und dem Feenkönig dafür, dass sich die Wünsche der Nachtwanderer erfüllen.
Herrmannsacker: Ebersburg | Nachtwanderung am 8. September beschert Teilnehmern einmalige Eindrücke und Erlebnisse

HERRMANNSACKER. Man hört nur das Rascheln der Blätter, das Knacken der Äste und den dumpfen Widerhall des weichen Waldbodens. Ringsum Stille und Dunkelheit. Der Wald duftet. Die Gedanken machen sich frei von den Sorgen des Alltags. Nur Taschenlampen weisen schemenhaft den Weg. Plötzlich eröffnet sich ein Meer von tausend Lichtern, mitten im Wald. Aus dem Dunkel tritt der Feenkönig mit seinen Begleiterinnen. Er deutet den Wanderern, ihre Wünsche in einen Beutel zu füllen, mit dem die Feenkönigin durch die Menge schreitet. Danach werden die Wünsche in einen Wunschbrunnen geschüttet. Beginnt er zu sprudeln, ist dies das Zeichen, dass sich die Wünsche erfüllen werden.

„Keine materiellen, sondern ideelle Wünsche sollen sich die Leute überlegen“, formuliert Hannelore Müller vom Verein für lebendiges Mittelalter ihre Bitte. Sie wird die Teilnehmer der Nachtwanderung am Vorabend des Denkmaltages von der Sägemühle durch den Feenwald zur Ebersburg führen. „Es ist ein einmalig schönes Erlebnis, das durch Dunkelheit und Stille die Phantasie der Menschen beflügelt. Ängste vor dem Dunkel oder dem Wald werden genommen, man gelangt zu innerer Einkehr und versteht sich als Teil der Natur“, umschreibt die leidenschaftliche Burgfrau die angenehmen Empfindungen.

Inzwischen hat die vom Verein organisierte Nachtwanderung Kultstatus. Nach dem Wunschritual auf halber Strecke geht es weiter zur Burganlage im Fackelschein, wo Hannelore Müller von deren Geschichte und aktuellen Grabungen berichtet. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Sägemühle, Beginn der Nachtwanderung am 8. September ist um 21 Uhr. Wichtig sind eine Taschenlampe, festes Schuhwerk und ein Obolus von fünf Euro, der allein der Burgsanierung zugutekommt. Minderjährige benötigen eine erwachsene Begleitperson. Kinder bis 14 Jahre zahlen nichts. Die Wanderung dauert rund zwei Stunden.

Übrigens freut sich die Ebersburg auch am Tag des offenen Denkmals (Sonntag, 9. September) zwischen 11 und 17 Uhr auf viele Besucher. Bei toller Aussicht, Kaffee, hausbackenem Kuchen, Steaks und Würstchen vom Grill erwartet sie mit Führungen um 12, 14 und 16 Uhr ein unvergesslicher Tag.
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