Neu: Rundweg zur Ebersburg

Luftansicht von der Ebersburg nahe Herrmannsacker. (Foto: Alexander Moser)
Herrmannsacker: Ebersburg | Von Jessica Piper
Nordhausen. Wanderer können seit 14. September einen neuen Rundweg um die Ebersburg bei Herrmannsacker erkunden. Landrätin Birgit Keller eröffnete am Freitag den neu ausgeschilderten, etwa 1,5 km langen Weg mit Infotafeln über die Geschichte der Ebersburg, der Burganlagen und weiterer Sehenswürdigkeiten.

„Der Rundweg ist ein relativ kleines Projekt, zeigt aber, dass die Einbeziehung zahlreicher engagierter Partner für die Umsetzung erforderlich war“, sagte Birgit Keller. Zu diesen Partnern zählte neben dem Landkreis Nordhausen u.a. der Verein für lebendiges Mittelalter, der sich um die Pflege der Burg kümmert, zahlreiche Veranstaltungen dort anbietet und die Infotafeln inhaltlich mitgestaltet hat, der Verein für Wirtschaftsentwicklung, die Gemeinde Herrmannsacker, der Südharzer Tourismusverband, die Eigentümer des Wegs Elger Graf zu Stolberg-Wernigerode sowie Alexander Fürst zu Stolberg-Roßla und nicht zuletzt der Harzklubzweigverein Neustadt/Osterode. Er überreichte dem Verein für lebendiges Mittelalter eine Spende der Reddersen-Stiftung des Harzklubs in Höhe von 4.000 Euro, die in den Erhalt der Burganlage fließen wird.

„Bisher fehlten hier im Umfeld historische Informationen zur Burg und den benachbarten Ausflugszielen in einem der reizvollsten Wandergebiete unseres Naturparks Südharz“, so Landrätin Keller. Diese Lücke schließt nun der neue Rundweg, für den eigens eine purpurfarbene Markierung mit einem Burgenlogo entwickelt wurde.

Die Besucher der Rundweg-Eröffnung erfuhren bei einer Führung mit Hannelore Müller vom Verein für lebendiges Mittelalter mehr über die Ebersburg und konnten auch die Grabungen besichtigen, in der gerade die Ringmauer der Burganlage freigelegt wird.

Die Ebersburg ist eine von zwei großen Burgruinen im Landkreis Nordhausen. Der Thüringer Landgrafen Hermann I hat sie zwischen 1180 und 1191 erbauen lassen. Der nahegelegene Ort Herrmannacker verdankt ihm seinem Namen. Die Burganlage ist in rein romanischem Stil vorhanden und hat einen im Harzraum einzigartigen massiv gebauten, 19 Meter hohen Bergfried mit 4,50 Meter Mauerstärke. Eine weitere Besonderheit ist das zurückgezogene Kammertor als Eingang zum inneren Burgbereich.

Mehr Fotos zur Eröffnung des Rundwegs stehen unter www.facebook.de/landkreisnordhausen.
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Hannelore Grünler aus Artern | 10.10.2012 | 02:49  
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