Sonntagstour > rund um die Susenburg

Interessante Wege im Harz
 
von Königshütte nach Rübeland & zurück
Sonntagstour - von Königshütte nach Susenburg, einem Ortsteil von Rübeland.
Eine Wandertour auf dem "Harzer Hexenstieg" und auf den Wegen der alten deutschen Kaiser und Könige. Wasser, Wald, Berge und Burgen.

Der Harz bietet auf kleinstem Raum sehr viel. Erzreichtum, Geologie, Waldreichtum, Wasserreichtum und eine reichhaltige, vielseitige, historische sowie romantische Landschaft. Das ist der Harz. Unsere Fahrt führte uns über Hasselfelde, Trautenstein, Tanne nach Königshütte, bekannt durch die „Tanner-Öfen“ mit der Sichtscheibe. Königshütte Bergbau und Hüttenort. Gleich am Anfang des Ortes führt eine Brücke über die Bode in das etwas seitlich versteckte Bodetal in welchem sich die „Königshütter-Talsperre befindet.

Diese Talsperre kann man wunderbar umwandern. Da wir auf schönen Wegen im Wald wandern wollten, mussten wir erst einmal eine interessante Brücke passieren an welcher eine Tafel auf eine Belastung bis drei Personen zuließ. Zwischen Waldfahrweg und Bode bzw. Stausee schlängelte sich ein schöner Weg unweit des Ufers durch den Wald. Wir wunderten uns über die absterbenden Lärchen am Wegrand, über wenige Vögel, so waren fast keine Enten auf der großen Wasserfläche zu entdecken. Auch von Amphibien (Fröschen usw.) war nichts zu sehen, was schon etwas merkwürdig war. An der Trogfurterbrücke (Staumauer) kamen einige Angler des Weges, sie erzählten uns, dass der Angelverband eine große Gewichtszahl an Fischen ausgesetzt habe. Dieses fanden die Angler gut, nur wunderte uns, dass man in so eine große Wasserfläche noch Fische aussetzen muss, damit die Angler eventuell auch etwas fangen könnten. Wie weit hat der Mensch denn das Gleichgewicht der Natur schon aus dem Lot gebracht, waren unsere Gedanken.

Der Weg auf welchen wir wanderten war gleichzeitig als Historischer Wanderweg, Weg der Kaiser und Könige, als Teil des Harzer Hexenstieges und als Natur- und Geologie- Wanderweg ausgeschildert. Es war ein Jahrhunderte alter Handels- und Transportweg. Die Landschaft nach der „Trogfurterbrücke“ wurde felsiger, es ging vorbei an hohen Felswänden mit großen Überhängen, bzw. an vom Menschen geschaffenen glatten senkrechten Felswänden auf der Hangseite und steil abfallenden Felswänden auf der Talseite mit bezaubernden Blicken ins Tal. Einige Felsdurchbrüche ermöglichten dir Fortführung des Weges. Diese Weg wurde vor vielen Jahren von Menschen in diesen Fels gehauen worden. Dann ein Blick auf die alte in Felsen geschlagene Burgruine der „Susenburg“. Eine Dennerttanne informierte über die Burgruine.

Unser Weg endete an der Straße welche nach Rübeland führte. Wir gingen in das Tal zurück und durchquerten den kleinen Ortsteil Susenburg. An einem Engpass, überquerten wir auf einer Brücke die Bode und stiegen zur Susenburg den Berg hinauf. Was für eine Arbeit so eine Burg in die Felsen zuschlagen. Der Rundblick war romantisch und sehr beeindruckend. Wir blickten ins Bodetal wo wir hin mussten. Am Hang eine Kahlfläche entstanden durch Windbruch. Entweder wir gehen auf dem Weg in einem großen Bogen ins Tal oder wir klettern den Hang hinunter, waren die Möglichkeiten ins Tal zu kommen. Wir entschieden uns für den Hangabstieg und kletterten durch die Reste des Windbruchs und hochgeklappten Wurzelteller der Fichten, den Hang hinunter.

Nun ging es wieder an der Bode entlang. Holzeinschlag versperrte uns den Weg, aber problemlos konnten wir die Baumstämme umgehen oder überklettern. Probleme machte uns nur der etwas moorige Waldboden. Dann waren wir nicht schlecht ins Staunen gekommen, als wir plötzlich schon wieder an der Königshütter Staumauer standen.

Für den Rückweg wählten wir jetzt die Betonstraße auf der anderen Seite der Talsperre. Diese Seite, als felsiger Südhang hat eine besondere Flora zu bieten. Hier wachsen Steingarten und Trockenbodenpflanzen. Unterbrochen von Feuchtgebieten welche sich an Zuflüssen und angestauten Moorstellen gebildet hatten. Hin und wieder eine Bank welche zur Rast Einlad. Schnell haben wir dann den kleinen Harzort Hüttenrode wieder erreicht. So ging wieder eine interessante Sonntagstour auf unbekannten Wegen wieder seinem Ende entgegen.

Wer den Harz richtig erleben will, romantisch wild und vielseitig, der kann dieses nur zu Fuß erleben. Schont unsere Umwelt und lasst wie wir das Auto mal am Wegrand stehen und wandert durch den Harz oder Eure Heimat vor der Haustür aber bitte mit offenen Augen.
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2 Kommentare
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Manfred Hartmann aus Nordhausen | 25.04.2012 | 19:20  
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Manfred Kappler aus Nordhausen | 25.04.2012 | 20:32  
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