Worte als Botschafter

Jan Wieczorek liebt und lebt den Hip-Hop, den DJ Afrika Bambaataa mit seiner Zulu-Nation in den Siebzigern aus der Ghetto-Musik in die Studios und Dancehalls holte. Als "Adsum One" schreibt er inzwischen seine eigenen Titel, die er mit Freebeats unterlegt. Dem Rappen gehört seine Freizeit, dem Erzieherberuf seine Profession.

Jan Wieczorek lebt den Hip-Hop, wünscht sich viele Auftritte und noch mehr „Likes“

NORDHAUSEN. „Die Last auf deinem Kreuz war viel zu groß … Keiner stand dir bei, also ließ’t du los. Viel zu früh … du warst noch ein Kind.“ – Viele Zuschauer hatten auch nach dem Schlussapplaus für das Theaterstück „Kampf ohne Sieg“ der Ezieher-Klasse 11/1 noch den Rap im Ohr, als sich gestern Abend der Vorhang der Pro-vita-Studiobühne schloss. Das tragische Ende der 14-jährigen Karo ging allen unter die Haut. Ebenso der Gesang der Schüler. - Woher stammt der Text, woher die Melodie, die alle berührten?
Jan Wieczorek, einer der zukünftigen Erzieher, nennt sich „Adsum one“, liebt den Hip-Hop und lebt ihn auch: als Rapper. Der 21-Jährige textet seit acht Jahren. Die erste Liebe beflügelte ihn einst zum ersten Song. Mit Erfolg. Inzwischen trägt Jan seine Liebe zum Hip-Hop auf der Haut, zeigt so seine Verbundenheit mit der „Zulu Nation“ und seiner Band „BSR“ – Blood Sword Records.
Die Freunde Ken „KSword“ und Sebastian „BLD“ nahmen den talentierten Rapper Jan vor sieben Jahren ohne Vorbehalte in die Band auf. Regelmäßig proben sie in ihrem Scharzfelder Studio, spielen Tapes ein und kommunizieren sie über das Internet und auf Gigs in der Region. „Unsere Fanbase ist klein und fein“, freut sich Jan und erzählt von 85000 Klicks auf Youtube. Das macht den jungen Mann stolz. 2007 spielten die drei Rapper das erste Mal vor großer Kulisse. „In Kelbra standen wir auf der Bühne, hatten Magenkribbeln. Doch das Konzert lief super, brachte uns viel Applaus“, erinnert er sich. Inzwischen verfolgt jeder parallel auch noch eine Solo-Karriere.
„Eigene Texte sind für mich das A und O. Ich kann mit dem Rap viele Dinge schnell sagen und meine Botschaft rüberbringen“, erklärt Jan. Themen, die ihn bewegen, sind die Missverständnisse unter den Völkern, Krieg, aber auch Poesie und sehr Persönliches. Seine Gedanken dazu kleidet er in Worte, unterlegt sie mit Freebeats. Klar, entsteht auch mal ein lockerer Rap für die Party, doch Jan möchte Menschen berühren. So wie in seinem künftigen Beruf als Erzieher. Er fühlt die Berufung in sich, mit Kindern und jungen Menschen zu arbeiten, sie zu begleiten, sie zu erziehen. Auch mit seiner Musik und seinen Texten kann er ihnen manche Message mit auf den Weg geben. Damit die Welt ein bisschen besser wird …

Kontakt: adsum-jan@web.de
Facebook: Adsum One


Nächste Aufführung “Kampf ohne Sieg”, 21. Juni, 19 Uhr, Pro-vita-Studio, Geschwister-Scholl-Straße 9. Es gibt noch Karten an der Abendkasse.
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