Zugtaufe am Bahnhof Ellrich

Triebwagen "Ellrich"
Ellrich: Bahnhof | (097) -

Es war für viele Menschen der Region ein bewegender Moment, als sich vor 25 Jahren am 12. November 1989 die Tore am Tunnel durch das Himmelreich öffneten. Endlich war es wieder möglich auf der "Südharzstrecke" mit dem Personenzug in die benachbarten Städte und Ortschaften zu fahren. Bis dato verkehrten nur Güterzüge zwischen Nordhausen in der DDR und Herzberg in der BRD.



Zur Erinnerung an diesen geschichtsträchtigen Moment wurde ein Triebwagen der Baureihe VT 648 auf den Namen der Stadt Ellrich getauft. Dazu erhielt der Triebwagen die Aufschrift Ellrich und das Wappen der Stadt.

Matthias Ehrhold, Bürgermeister der Stadt Ellrich, übernahm die Sekttaufe und würdigte in seiner anschließenden Rede die Grenzöffnung als wichtigen Moment für die Menschen in den grenznahen Städten und Dörfern. Vor zahlreichen Gästen und Zuschauern hielten auch Landrätin Birgit Keller, Bundestagsabgeordneter Dr. Roy Kühne und Michael Eisenhauer, Sprecher der Verkehrsbetriebe Niedersachsen bei der DB Regio AG, kurze Ansprachen.

Dann kam der Augenblick auf den schon viele gewartet hatten. Die Türen des frisch getauften Regio öffneten sich und die Fahrgäste strömten hinein. Die Deutsche Bahn bot für 2,50 € Jungfernfahrten nach Walkenried und zurück an und diese wurden auch wahr genommen.

Ich muss sagen: "Es war fast genauso voll wie vor 25 Jahren, als ich zusammen mit Mann, Kind und Schwester am 12. November 1989 mit einem der ersten Personenzüge gen Westen fuhr." Allerdings der Komfort ist mit damals nicht zu vergleichen. Bequeme Innenausstattung, Platz für Kinderwagen und Fahrräder und eine ruhige entspannte und fast wackelfreie zügige Fahrt konnten mich und die Mitreisenden begeistern.
Auf woffleben.de gibt es meinen Video-Clip dazu: Fahrt durch den Himmelreich-Tunnel

Viele Wege führen über die Landesgrenzen

Mit dem Zug "Ellrich" in 5 min für die 4,5 km lange Strecke nach Walkenried und über den Karstwanderweg in knapp 2 Stunden wieder zurück. Als wir in Walkenried um 14:45 Uhr ankamen schien die herbstliche Sonne. Darum entschlossen ich mich mit meinem Mann kurzerhand für den 8 km Wanderweg zurück. So sind wir hinwärts durch den Tunnel gefahren und heimwärts über den Tunnel gelaufen.
So konnten wir einen Zug aus dem Berg in Richtung Walkenried fahren sehen und noch einen abendlichen Blick vom Aussichtspunkt Hexentanzplatz aus über Ellrich erhaschen.

Die Zwei-Wege-Variante kann ich wärmsten weiter Empfehlen, obwohl ich mit meinem Mann dann wohl die Strecke ab Woffleben wählen würde. Den Weg zurück kenne wir schon im Schlaf. Und was sind schon 15 km, wenn man in Richtung Heimat läuft geht es immer schneller.

Annett Deistung, Einheitsgemeinde Ellrich

********************************************************************************************************

Wer das Gedankengut anderer kopiert und als das seine vermarktet, der ist ein armer Mensch.
Weitere Angaben zur Freigabe stehen H I E R in meinem Profil.
1
1
1
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Lesen Sie auch die Bildkommentare zum Beitrag
1 Kommentar
12.763
Renate Jung aus Erfurt | 14.11.2014 | 13:59  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige