18 plus 50 plus gesund = JA!

Nick Mewes aus Ellrich spendet schon seit 2 Jahren Blutplasma. Nebenbei kann er sogar Fachlilteratur studieren.
Nordhausen: Plasma-Service | Fast jeder kann zum Plasmaspender werden: knapp eine Stunde Zeit und guter Wille sind nötig

NORDHAUSEN. 18 Jahre alt muss man sein, mindestens 50 kg wiegen und gesund sein. Dann kann man Blutplasma spenden. Im Ablauf gibt es nur geringe Unterschiede zur Vollblutspende. Angst muss also niemand haben!


Plasma ist der flüssige Teil des Blutes. Die gelbe Flüssigkeit besteht zu 90 bis 95 Prozent aus Wasser. 5 bis 10 Prozent sind Mineralien, Hormone und lebenswichtige Eiweiße. Genau diese benötigen zwei Drittel aller Menschen im Lauf ihres Lebens irgendwann einmal zur Abwehr lebensbedrohlicher Krankheiten, zur Behandlung schwerer Verletzungen, Verbrennungen und Krebserkrankungen, als Fibrinkleber zur Behandlung schwerster Organverletzungen oder zur Behandlung der Bluterkrankheit.

Beim Erstspender werden zunächst die Venen überprüft. Sind sie für eine Plasmaentnahme geeignet, wird er über alle Prozesse aufgeklärt und per Fragebogen um Angaben zum Gesundheitszustand gebeten. Mit seiner Unterschrift gibt er sein Einverständnis zur Spende und zur Datenspeicherung. In der Spendenkabine werden die Vitalwerte gemessen. Der Spender wird außerdem zu frischen Piercings, Tattoos und OPs befragt. Sind diese erst kürzlich erfolgt, darf zeitnah keine Plasmaentnahme erfolgen. Im Arztraum erfolgt die körperliche Untersuchung mit anschließender Blutentnahme. Sieben Tage später liegt der Blutbefund vor. Von nun an ist eine Plasmaspende möglich. Sie muss innerhalb von 28 Tagen erfolgen.

Am Spendentag kontrolliert der Arzt die Vitalwerte des Spenders und gibt seine Erlaubnis zur Plasmapherese (Entnahme). Im Spendensaal nimmt der Spender Platz und wird – ähnlich wie bei der Blutspende – an der Vene punktiert und mit der Maschine verbunden, die feste und flüssige Blutbestandteile voneinander trennt. Alle festen Bestandteile (rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen) werden während der Spende zyklisch in den Blutkreislauf des Spenders zurückgeführt. Er empfindet dabei keinen Schmerz. Nach zirka 30-40 Minuten ist die Spende abgeschlossen. Dann ruht er sich aus und wird mit frischen Getränken versorgt. Je nach Körpergewicht kann man 650 bis 850 ml spenden - das maximal zweimal pro Woche und 45-mal im Jahr. Für seinen Aufwand erhält der Spender eine Entschädigung.
Neue Spender sind immer willkommen. Ausführlich informieren die Mitarbeiter des Plasma-Zentrums über das Prozedere und die Öffnungszeiten. Übrigens ist das Nordhäuser Plasmazentrum das einzige seiner Art in der Region. Weitere Zentren befinden sich in Halle, Merseburg, Magdeburg, Rostock und im Ruhrgebiet.

Infos:
Plasma Service Europe,
Rautenstraße 8,
99734 Nordhausen,
Telefon: 03631/462590;
www.plasmaservice.de
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2 Kommentare
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Regina Kleiber aus Sondershausen | 31.05.2012 | 10:52  
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Heidrun Fischer aus Nordhausen | 12.06.2012 | 08:31  
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