Ein Denkmal voller Spielideen

Vor 18 Jahren haben sich Silke Kegeler und Ulrich Handwerg in das gut 300 Jahre alte Fachwerk- und Lehmhaus in Trebra verliebt. Seither bauen sie den Teil des ehemaligen Vierseitenhofes aus. Hier in der Kapellhofstraße 1 haben sie Wohnung, Spielzeugmanufaktur und Werkstattladen eingerichtet.

Wenn Silke Kegeler am 8. September in Trebra die Hoftore öffnet, wird nach Herzenslust gebaut und getüftelt

Eine Brücke selber bauen, ganz ohne Leim, Nägel oder Seile? Wie soll das funktionieren? Sehr einfach. Leonardo da Vinci hat dafür im 15. Jahrhundert ein Bauprinzip entwickelt. Silke Kegeler ahmt es in ihrer kleinen Spielzeugmanufaktur am Tag des offenen Denkmals mit den Besuchern nach. „Wir ordnen gleich große Bretter so an, dass sie sich gegenseitig stützen“, erklärt die Produktdesignerin aus Trebra nahe Greußen. Am Ende trägt sich die Bogenkonstruktion selbst – nur durch Druck und Gegendruck.

 Zehn Meter lang soll die Brücke am ­kommenden Sonntag werden. Silke Kegeler kennt das Prinzig aus dem Effeff, hat dazu sogar ein Spiel entwickelt, allerdings im ­wesentlich kleineren Maßstab.

 Wenn sie mit ihrem Lebens­partner ­Ulrich Handwerg am 8. September ab 10 Uhr die Türen für alle Interessenten öffnet, stehen aber vor allem das Haus und die Werkstatt der beiden im Mittelpunkt. Die Gebäude aus Fachwerk und Lehm sind Teile eines ehemaligen Vierseitenhofes, der um 1700 errichtet wurde. „Seit 1995 bauen wir den Hof aus“, erzählt Silke Kegeler. Beide legen Wert auf historisches Baumaterial. Muss Fachwerk ersetzt werden, kommt altes Holz zum Einsatz. Verputzt wird fachgerecht mit Lehm, gestrichen wird mit Lehmfarbe.

 Sogar das elf Meter lange Kellergewölbe aus dem 16. Jahrhundert ist wieder zu einem Schmuckstück geworden. Über steinerne Treppen geht es jetzt hinab in einen urigen Weinkeller.

Das alte Gemäuer hat eine Seele – und wirkt inspirierend. Hier entwickelt Diplom­designerin Silke Kegeler, die in Sonneberg und an der Burg Giebichenstein in Halle studiert hat, ihre Ideen. Zum Beispiel ihre „Ah und Oh Spiele“ aus Holz wie das „Memino“, eine Kombination aus Gedächtnisspiel und Domino, oder den modernen Baukasten mit konkav und konvex gewölbten Steinen. Für das Spiel „Domory“ mit 3D-Spielsteinen aus Plastik erhielt sie auf der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg den Deutschen Spielzeugpreis „Das goldene Schaukelpferd 2011“.

Kein Wunder also, dass zum Tag des offenen Denkmals in der Kapellhofstraße 1 nach Herzenslust gespielt wird. „Mit einem riesigen Fröbel-Baukasten können Kinder zwei bis drei Meter hohe Türme bauen“, erzählt Silke Kegeler. Es gibt Straßenspiele und das Brückenexperiment, aber auch Musik mit Gitarre und Cello.

Information:
http://www.einfachgut-online.de/index2.html
http://www.kegelerdesign.de/
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