FH Nordhausen bei der "TerraTec"

Die Experten der Fachhochschule Nordhausen erklären den Messebesuchern das Prinzip des „Unterdrucktrenners“. (Foto: Foto: FHN)
 
Auch junge Messebesucher zeigten sich interessiert an den Neuerungen der FH Nordhausen. (Foto: Foto: FHN)
Nordhausen: Fachhochschule | Pressestelle der Fachhoschule Nordhausen informiert:

Innovative Technologien vorgestellt


Nordhausen (FHPN). Die alle zwei stattfindende Messe „TerraTec“ in Leipzig fand auch dieses Mal wieder mit reger Beteiligung der Fachhochschule Nordhausen statt. Schwerpunkte der Messe waren Umwelttechnik und Umweltdienstleistungen. Im Januar wurden sie den nationalen und internationalen Besuchern präsentiert.
Gemeinsam mit der Parallel-Messe „enerTec“ sowie der Biogas-Jahrestagung wurden mehr als 800 Aussteller sowie ca. 11.000 Besucher gezählt.

Das Forschungsteam um Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schade-Dannewitz aus dem Studiengang Umwelt- und Recyclingtechnik von der Fachhochschule Nordhausen trat gemeinsam mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ auf.
Hier bot sich die Gelegenheit, den meist fachkundigen Besuchern aktuelle Forschungsprojekte vorzustellen und zu diskutieren.

Das Team der FH Nordhausen hatte mehrere Projekte im Gepäck: „Leichtstoffrecycling“ z.B. zielt auf eine Verbesserung der Technologie zur Aufbereitung von Leichtverpackungsabfällen ab. Diese aus dem gelben Sack oder der gelben Tonne bekannten, aber schwer aufzubereitenden Abfälle bieten viele Forschungsansätze. Das Projekt wird seit 2011 gemeinsam mit dem Ostthüringer Maschinen- und Anlagenbauer Schulz & Berger Luft- und Verfahrenstechnik GmbH bearbeitet.

Eines der - dank Förderung durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie - bearbeiteten Module beinhaltet die Abtrennung von Folien aus Leichtverpackungsabfällen. Hierbei kommt ein neuentwickelter „Unterdrucktrenner“ zum Einsatz. Highlight des Messauftritts war ein voll funktionstüchtiges Modell dieser Maschine, was es den Besuchern des Messestandes leicht machte, das Prinzip dieser Technik zu verstehen.
Ein weiterer Bestandteil des Projektes „Leichtstoffrecycling“ ist der „pneumatische Sacköffner“, der ein berührungsloses Öffnen von gelben Säcken sowie weiterer Arten von Foliensäcken ermöglicht.

In jedem Recyclingprozess spielt auch die Entstaubung von Maschinen und Arbeitsplätzen zur Luftreinhaltung eine wichtige Rolle. Für Filteranlagen sind daher umfassende Kenntnisse der anfallenden Stäube und der Rahmenbedingungen sowie Versuche notwendig, um die Prozesse beim Filtern zielgerichtet zu gestalten. Die Entwicklung des neuen Entstaubungsaggregates „Rotationsentstauber“ vervollständigt das Arbeitsprogramm der FHN innerhalb des Projektes „Leichtstoffrecycling“.

Darüber hinaus wurde an der FH Nordhausen die „Pressbohrmethode“ entwickelt. Sie dient der Verbesserung von Probennahmen aus unterschiedlichsten Materialien. Parallel zur Pressbohrmethode wurde auch die „Pressmethode“ zur Bestimmung wasserlöslicher Verbindungen entwickelt. Die Proben werden dabei ausgepresst und die gewonnene Pressflüssigkeit kann direkt zur Analyse verwendet werden. Beide Methoden verbessern die aktuell marktüblichen Verfahren hinsichtlich Genauigkeit und Zeitaufwand.

All diese vielfältigen Aufgabenstellungen, die sich ideal in das Profil des Studiengangs Umwelt- und Recyclingtechnik eingliedern, geben auch den Studierenden die Möglichkeit, praxisorientiert zu arbeiten.

Im Rahmen der Messe wurden viele Interessierte über das Studienangebot der Fachhochschule informiert und beraten.

Das Messe-Fazit ist positiv: Viele Gespräche mit Fachleuten und Studieninteressierten förderten den Informationsaustausch, gaben wertvolle Anregungen und trugen zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Fachhochschule Nordhausen bei.
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