"Glück- Auf" Südharzour

Im Museum (Foto: M.Garke)
 
Museum1 (Foto: M.Garke)
"Glück- Auf! Südharztuor

Leider ist nun schon wieder alles vorbei, die 1. „Glück - Auf“ Südharztour mit dem Unternehmen Brauer-Reisen ist Geschichte. Aber eine, an die wir gern zurückdenken. Es waren erlebnisreiche, informative Stunden im nördlichen Eichsfeld.
Wir konnten im Kalimuseum Einblick in die Arbeit und den Arbeitskampf der Bergleute nach der Wende in Bischofferode nehmen. Hier wird deutlich, mit welchen Mitteln hier der Betrieb stillgelegt wurde und welche Rolle die Politiker gespielt haben. Es ist gut, einen solchen Ort zu haben, an dem die Erinnerungen wach gehalten werden. Der Bergmannsverein von Bischofferode hat hier sein Domizil und bewahrt das Erbe des Betriebes.
Dann ging es in die Agrargenossenschaft „ Am Ohmberg“. In einem Film wurde die Tätigkeit der Bauern heute beeindruckend dargestellt und im Museum konnte man die Unterschiede zu der Technik der Vergangenheit sehen. Es ist doch eigentlich alles nicht so lange her, als man noch selbst schlachtete und dann die Wurst machte. Herr Martin Zappe gewährte uns einen Blick hinter die Kulissen, zeigte wie heute der Hofladen läuft und er wies auf die guten Preise hin, die die Agrargenossenschaft hier für ihre Erzeugnisse nimmt. Hier stimmen Qualität und Preis. Beim anschließenden Essen konnte man sich von der hervorragenden Qualität der Produkte überzeugen. Schwartenwurst und Bratwurst mit Kartoffeln und Schlachtekohl sowie frisches Gehacktes mit Zwiebel, Stracke, Feldkieker, Blutwurst, Sülze und Leberwurst ließen alle satt werden. Und wer meinte, dazu braucht man ein Bier, der konnte sich das für einen Euro nehmen, der Kaffee war im Preis mit inbegriffen.
Nach so einem reichlichen Essen ging es zum Sonnenstein. Bewegung tut dann gut! Ein Befahrungsschluck sollte die Verdauung anregen.
Da ja die Mittsommernacht gerade vorbei war und die letzten Hexen auch schon fort waren, konnte man den herrlichen Blick über das weite Land genießen! Der „Brune Bühl“ und das Isecke-Denkmal liegen zu Füßen des Sonnensteins. Hermann Isecke gilt als Heimtdichter, denn er hat das Eichsfeldlied geschrieben, dessen erste Strophe uns Frau Funke vorsang. So wie es Otto Reuter mal geschrieben hat: „..gliech hingerm Harze läht das Eichsfeld dichte bie!“ Das Ohmfeld und der Große Stein, die Wilde Kirche, die Hauröder Klippen und in der Ferne die Hasenburg, der Hubenberg und die Haarburg gegenüber am Horizont die Harzberge und dazwischen der alles überragende Rückstandsberg des Kaliwerkes- alles liegt hier überschaubar vor uns.
Wenn man aber sich den Sonnenstein genau ansieht, dann bemerkt man auch die wunderbare Welt der seltenen Pflanzen. Hier ist ein Paradies für Orchideenfreunde.
Doch auch andere seltene Naturschönheiten konnte man entdecken.
Mit einigen Sagen rund um den Ohmberg und den Sonnestein wurde die Landschaft begreifbarer. Denn Ohmen und Riesen muss es ja hier zu Hauf gegeben haben. Darüber steht aber nichts in der Edda.
Mit einem Besuch in der Burg in Großbodungen ging die Fahrt dann weiter. Frau Gräfin Gerlinde von Westfalen führte die Besucher durch das Gemäuer und dann gab es unter dem Blätterdach im Garten der Kemenate Kaffe und Kuchen. Dieses Kaffee beherbergt auch eine bemerkenswerte Galerie und ist einen Besuch wert. Die gemütliche Atmosphäre wurde durch ein paar fallende Regentropfen leicht gestört und so gerne alle noch geblieben wären, ein sicherer und trockener Ort war der Bus. Aber die Sonne kam bald wieder hervor und die Stimmung wurde gesteigert, als das Bergmannslied angestimmt wurde, bei dem alle kräftig mitsangen. So klang ein schöner Tag aus und einige Gäste fragten bereits nach der nächsten Tour. Diese erfolgt am 22. September. Wir fahren dann in die Lange Wand, zur Kelle und nach Walkenried zum Klosterfest. Das wird sicher wieder eine schöne Fahrt!
Glück Auf!
Georg Brockt

Alle Bilder sind von Herrn Garke, Michael;
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