Ihr Herz schlägt „indianisch“

Auch im 3. Roman von Brita Rose-Billert spielen Lakotas eine zentrale Rolle.
 
Brita Rose-Billert ist verheiratet und hat einen Sohn. Mit ihrer Familie lebt sie in Greußen. Die freiberufliche Krankenschwester für Intensivpflege ist bundesweit im Einsatz. Die Zeit fürs Schreiben nimmt sie sich.
Brita Rose-Billert veröffentlichte ihr 3. Buch und begeistert alle, die Indianer lieben

GREUßEN. Ihre Kindheit verlebte sie in Clingen. Am liebsten spielte sie „Indianer“. Die waren ihre Helden. Auch in den Aufsätzen, die ihre Deutschlehrerin wegen der Überlänge oftmals ins Schwitzen brachten. Damals sagte die Pädagogin ihrer Schülerin Brita eine Zukunft als Schriftstellerin voraus. Im Oktober 2011 stellte Brita Rose-Billert auf der Frankfurter Buchmesse ihren dritten Roman vor.


„Maggie Yellow Cloud“ heißt der Thriller, in dessen Mittelpunkt die gleichnamige Lakota-Ärztin steht. Sie kämpft im Indianer-Hospital der Hauptstadt Pine Ridge für ihre Patienten; gegen die Streichungen im Gesundheitsprogramm der Regierung South Dakotas. Dabei kommt sie dem rätselhaften Verschwinden von Medikamenten und Verbandsstoffen auf die Spur und gerät in einen Strudel aus Verstrickungen, Misstrauen und tötlicher Gefahr...

Wer die Einträge auf ihrer Internetseite liest, merkt sehr schnell, dass die 45-jährige Autorin schon mit ihren ersten beiden Romanen „Spirit of the Hawk“ und „Dance of the Hawk“ den Nerv ihrer begeisterten Leser von 8 bis 80 getroffen hat.

Wie kommt eine Krankenschwester für Intensivpflege dazu, über Indianer zu schreiben?
„Schuld“ war 1991 ein USA-Urlaub, der unter anderem auch zur Pine-Ridge-Reservation führte. Eine lange Straße, ein Supermarkt, eine Polizei und ein Krankenhaus. Das war die Hauptstadt. Die Menschen arm, aber voller Humor und Selbstironie. Ihre erste Begegnung mit ihnen: ein sturzbetrunkener, aber sehr höflicher Lakota-Indianer.

Waren das ihre Helden? Solche wie einst Gojko aus den Indianerfilmen, die sie als junges Mädchen gemeinsam mit Freundin Steffi im Kino so gern sah?
Nein! Es waren andere Menschen. Sie kennenzulernen machte sich Brita Rose-Billert von nun an zur Mission. Sie lernte Englisch und plante gezielt die nächsten Reisen. 2006 besuchte sie Pine Ridge ein zweites Mal, 2010 fuhr sie in den Süd-Westen der USA in drei andere Reservationen und merkte sehr schnell, dass es den Indianern hier viel besser ging als den Lakotas in Wisconsin. Dort waren Drogen und Alkohol an der Tagesordnung, weil das Leben knochenhart und ein täglicher Kampf ums Überleben ist, im Suizid einen ständigen Begleiter hat.

Und dennoch schloss Brita Rose-Billert gerade diese Menschen so sehr in ihr Herz. Sie erlernte ihre Sprache und machte sie zu Helden ihrer Bücher. „Ich liebe ihre Charaktere. Sie sind feinfühlig, einfach und ehrlich, sagen, was sie meinen. Ihre Herzlichkeit bekommen vor allem Kinder und Fremde zu spüren. Trotz ihrer Armut teilen sie alles“, schwärmt die Autorin und wünschte den Menschen hier manchmal mehr Rückbesinnung und Zusammenhalt ohne Neid und Missgunst.

„Unvollkommenheit macht die Menschen liebenswert“, das ist ihre Maxime für Zufriedenheit, obwohl sie sich selbst als Perfektionistin sieht, alles richtig machen möchte.

Auch mit ihrem neuesten Buch „Maggie Yellow Cloud“ scheint sie alles richtig gemacht zu haben. Denn nicht ohne Grund rief ihr ein Schwabe bei der Buchmesse in Frankfurt zu: „Schreiben‘s ja weiter!“

www.brita-rose-billert.de

Das Buch ist im örtlichen Buchhandel und übers Internet erhältlich.
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