Johann Lafer bei Dreharbeiten im Südharz

Schlemmen unter Tage: Johann Lafer, Kim Fisher und Grubenführer Friedrich Linsel genießen in der Steigerbucht im ­Rabensteiner Stollen bei Ilfeld ein Harzer Kniesteressen.
 
Johann Lafer und Kim Fisher fahren mit der offenen Grubenbahn in den Berg.

Lafers leckerer Harz - Sein Sinn für guten Geschmack führt Spitzenkoch Johann Lafer zu Dreharbeiten in das Steinkohlen-Besucherbergwerk Rabensteiner Stollen bei Ilfeld

Statt der weißen Kochjacke zieht sich Johann Lafer heute einen original Steigermantel über. Statt der Hitze am Herd erwarten ihn kühle acht Grad und Dunkelheit. „Aber ich muss weniger laufen“, sagt er lachend und fährt mit der Grubenbahn in das Besucherbergwerk Rabensteiner Stollen ein.

Die ehemalige Steinkohlen­zeche nahe Ilfeld im Landkreis Nordhausen ist ein Drehort für die MDR-Sendereihe „Lafers leckerer Osten“. Gemeinsam mit Moderatorin Kim Fisher stellt der Spitzenkoch diesmal Harzer Spezialitäten vor. Allerdings – so will es die Redaktion – stehen vor den Gaumenfreuden einige Abenteuer. Wie die Fahrt zu zweit auf dem Schienenfahrrad. Während Johann Lafer kräftig in die Pedale tritt, wird es Kim Fisher auf dem Vordersitz mulmig. In der Stille und Dunkelheit unter Tage nimmt man vieles intensiver wahr, auch jede Neigung im Gleis. Juchzend steigt sie ab. Im Gänsemarsch schlängeln sich die Fernsehleute immer tiefer in den Berg. Am Ende eines engen Stollens wartet Herausforderung Nummer zwei: ein Presslufthammer. „Wir sind im Harz, hier wird gearbeitet“, zeigt sich Johann Lafer entschlossen und packt zu. Wieder und wieder stößt er den Abbauhammer ins Gestein und hat viel Spaß daran.

Für solch körperlichen Einsatz stellt Grubenführer ­Friedrich Linsel eine Belohnung in Aussicht: ein Harzer Kniester­essen. „Oh, ein Hobbit-Mahl“, freut sich Kim Fisher beim Anblick der rustikalen Tafel in der Steigerbucht. Auf Tischen und kleinen Felsvorsprüngen brennen Kerzen. „Das ist so romantisch. Gab es hier auch schon Hochzeiten?“, will die quirlige Moderatorin wissen. „Hochzeiten nicht, aber Heiratsanträge“, erzählt Friedrich Linsel und beteuert: „Hier unten hat noch keine Nein gesagt.“

Unterdessen ­konzentriert sich Johann Lafer ganz auf das Essen. Er kostet das ­typisch Harzer Gericht ­Hackus & Knieste (Gehacktes mit Ofenkartoffeln), probiert ­Kräuterquark, Schmalzgurken, Brot und Harzer Handkäs‘ mit Musik. „Alles schmeckt super“, lobt der Feinschmecker. Für gute ehrliche Küche kann er sich begeistern. „Das ist das Schöne, dass man sich wieder mehr auf die regionale Eigenart besinnt.“

Auf seinen kulinarischen Reisen kommt selbst der Profi noch ins Staunen. „Am Harzer Kräuter­stieg habe ich Sirup aus deutschen Douglasien­spitzen bekommen. Der Geschmack ist der Hammer. Damit werde ich zu Hause experimentieren.“ Verblüfft hat den 56-Jährigen auch das Jahrgangsbier in der Traditionsbrauerei Wippra. „Ich wusste nicht, dass es so etwas gibt und habe gleich zwei Kästen geordert.“ Vorgestellt werden in der Harz-Sendung unter anderem auch das Schloss Wernigerode, die Harzköhlerei Stemberghaus und die Burg Falkenstein. Dass überall geschlemmt wird, versteht sich von selbst. „Ich könnte keine kulinarische Sendung machen, ohne selbst zu genießen“, versichert Kim Fisher und gesteht: „Wenn die Luke auf ist, muss alles rein. Das bringt zwei Kilo pro Sendung.“

Zurückgekehrt ans Tageslicht steigt das MDR-Team in den Kleinbus und winkt. Nächster Halt: die Ziegenalm in Sophienhof.

TV-Termin:
„Lafers leckerer Osten – Der Harz, ein kulinarisches Abenteuer“, Samstag, 26. Oktober, 20.15 Uhr, MDR

Zitat: "Johann Lafer ist der Gott am Herd. Alle freuen sich, wenn er kommt. Und er begegnet allen mit großer Achtung – auf Augenhöhe.", Kim Fisher, Moderatorin
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
2 Kommentare
3.886
Lydia Schubert aus Nordhausen | 30.10.2013 | 22:29  
Sibylle Klepzig aus Nordhausen | 01.11.2013 | 15:04  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige