„Pan-Starr“ wird der Hingucker

Das Planetarium des Herder-Gymnasiums, das Lehrer Horst Hildebrandt begründete, kennt Michael Schindler seit frühen Kindheitstagen. Heute lernt er hier als Schüler und frönt seinem Hobby, der Astronomie. Für den Unterricht bastelte er das Modell des "Hipparchos". Auf dem Sternenglobus kann man die Sternbilder in ihrer Himmelskonstellation erkennen.
Nordhausen: Herder-Gymnasium | Am 16. März ist Astronomietag - auch Michael Schindler wird in den Himmel schauen

NORDHAUSEN. Beim kindlichen Stöbern fand Michael Schindler ein Buch über Astronomie. Er fing Feuer, ging in Bibliotheken und besuchte immer wieder in der „Langen Nacht der Wissenschaften“ das Planetarium des Herder-Gymnasium. Inzwischen er Sechzehn und selbst dort Schüler. Neben Musik gehört dem Fach Astronomie seine besondere Leidenschaft.
Was ist es, was den Zehntklässler daran so fesselt? „Es ist die Komplexität des Weltalls“, verrät Michael. „Das Räumliche im Zusammenhang mit der Zeit ist etwas, was man sich nur schwer vorstellen kann. Da kommen wir zur Relativitätstheorie von Albert Einstein. Die begeistert mich schon jetzt, obwohl wir sie im Unterricht noch gar nicht hatten.“ Klar wird er in diesem Fach auch seine Seminarfacharbeit schreiben. Astro-Lehrer Jörg Baudler hat als Thema die Untersuchung von Exoplaneten vorgeschlagen, jener Himmelskörper in anderen Sonnensystemen. Michael würden mehr die Erdnachbarn faszinieren. Egal, Hauptsache Astronomie. Dieses Fach wählte er auch für den Kurs-Unterricht in den nächsten zwei Jahren.
Danach will er studieren. Am liebsten Musik. Nanu? - Ja, sie ist seine zweite Leidenschaft. Gern würde Michael in zehn Jahren als Lehrer an einer Musikschule unterrichten. Denn er spielt selbst Trompete und Klavier, mag das „Phantom der Oper“ und dessen literarischen Hintergrund. Alternativ würde es ihm auch gefallen, an einer Allgemeinbildenden Schule Musik und Astronomie zu unterrichten. Dann hätte er beide Lieblingsfächer im Job vereint.
Momentan fasziniert ihn das Geschehen am Himmel, vor allem der Komet „Pan-Starrs“, der gestern und heute bei klarem Himmel nahe der Mondsichel zu sehen (gewesen) sein könnte. „Und zwar deshalb, weil in Sonnennähe Gas- und Staubpartikel an der Oberfläche verdampfen und von den Sonnenwinden fortgeblasen werden. Dadurch leuchtet er hell“, weiß Michael, der zu Hause das Modell der ISS nachgebaut und für den Unterricht einen Hipparchos (Sternenglobus) gebastelt hat.


Astronomietag, 16. März
Aktionen:
Nordhausen, 10 – 14 Uhr, „Wissenswertes zu Pan-Starrs“ Planetarium im Herder-Gymnasium, Wiedigsburg;
Mühlhausen Die ursprüngliche Einladung des Astro-Stammtisches zur Leitstelle am Böhntalsweg 17 ist hinfällig. Aufgrund der Witterung fällt der Beobachtungsabend in Mühlhausen aus. Er wird zu einem späteren Termin nachgeholt.
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