Patricks Gespür für Musik

Durch seinen unermüdlichen Einsatz an Mischpult und Plattenspieler weiß DJ Patrick Börsch das Partyvolk bestens zu unterhalten.
 
Zwei (digitale) Plattenspieler und ein Mischpult das Ist die Welt des DJs.

DJ Patrick Börsch aus Nordhausen elektrisiert mit seinen Sets

Blitzschnell springen die Finger zwischen Reglern und digitalem Plattenteller hin und her. Kopfhörer auf, vorhören, Kopfhörer ab. Schon werden wieder Knöpfe gedreht, am Monitor die nächsten Tracks ausgewählt. Mit Hingabe zur elektronischen Musik erschafft DJ Patrick Börsch aus Nordhausen eine ­eigene Klangwelt. Das nächste Mal zu erleben ist diese am Samstag zur After-Show-Party des 16. Nordhäuser Bierfestes in Sundhausen.

Die allererste CD

Die digitale Technik erleichtert den Job ungemein. Auf die gute alte Vinylplatte möchte der DJ aber dennoch nicht verzichten. Rund 8000 Schallplatten hat er zu Hause. An sein allererstes Exemplar kann er sich nicht mehr erinnern. Wohl aber an die erste CD: Musik von „The KLF“. Kurz nach der Grenzöffnung hat er sie als Zwölfjähriger vom Gesparten gekauft – und einen CD-Spieler dazu. „Dann hat es mich gepackt“, kramt er in Erinnerungen. Jeden Montag, wenn es Taschengeld gab, zog er los und setzte es in Musik um. „Und irgendwie“, resümiert der 36-Jährige, „hatte die Auswahl schon damals mit elektronischer Musik zu tun.“


Ganz ohne Künstlernamen

Während andere ihr Jugendweihegeld in Mopeds investierten, holte er sich zwei Plattenspieler und ein Mischpult. Mit 16 war er bereit für den ersten Einsatz als DJ. „Auf dem alten Flugplatz an der Darre, das war schon genial.“ Noch als Schüler schaffte er 1997 den Sprung in die „Alte Weberei“ in Nordhausen, verdiente sich in der damaligen Disco im Vorprogramm etwas Geld. Bis er dort im „Club 2010“ plötzlich selbst zum ­gefragten Resident, zu deutsch: Stamm-DJ, ­wurde. „Die ersten Flyer waren gedruckt, noch ehe ich mir einen klangvollen Künstler­namen zulegen konnte“, erzählt er lachend. So ist er als DJ geblieben, wer er ist: Patrick Börsch.

"Ein DJ sollte durch seine Musik im Vordergrund stehen - und nicht als Animateur."

Die Show drumherum ist ihm ohnehin nicht wichtig. „Ein DJ soll vor allem Musik verbreiten, authentisch und mit ganzer Leidenschaft.“ Nichts wird im Studio vorproduziert. „Ich spiele aus dem Bauch heraus, was am jeweiligen Abend gefallen könnte.“ Genau das ist sein Talent: zu spüren, welche Musik die Leute mögen. Er mixt mit Techhouse, Housemusic, Elektro, Minimal und teils auch Funk. Seine Sets elektrisieren.


Lange Nächte

Die Tanzfläche gehorcht dem Takt. „Selbst bin ich aber ein schlechter Tänzer“, gesteht der Nordhäuser. ­Ausnahmen bestätigen die Regel: „Zu einem Set von Ricardo Villalobos habe ich schon mal drei Stunden durchgetanzt.“
Die Musik trägt den DJ durch die Nacht – und die Anspannung, alle am Tanzen zu halten. „Clubs werden heutzutage erst um 1 Uhr voll, dann wird bis in den Morgen gefeiert.“ Kein Problem, er ist ohnehin ein Nachtmensch.
Mit seinen ­Plattenkoffern reist Patrick Börsch, der wochen­tags für o2 und Vodafone arbeitet, zu den angesagtesten Clubs und Festivals in Mittel­deutschland. Kommende Samstagnacht legt er in Sundhausen auf.

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