Unterwegs mit einem „Engel in Blau“

Seit Januar ist Detlef Helbing Wohnungswart und direkter Ansprechpartner für die Mieter des Wohngebietes Unterstadt/Stadtmitte
 
Mieter der ersten Stunde: Seit 1966 wohnen die Schneiders in der Neustadtstraße. Detlef Helbing stellt sich ihnen als neuer Wohnungswart vor und erhält gleich seinen ersten Auftrag.
WBG-Wohnungswart Detlef Helbing hat immer ein offenes Ohr für seine Mieter

NORDHAUSEN. „Ich bin ein Stück Inventar, seit 33 Jahren dabei. Der Job macht mir einfach nur Spaß!“, sagt Detlef Helbing. Man merkt sofort, dass er ein Gespür für Menschen hat; gerade in Notfällen. Ob wegen eines defekten Spülkastens oder einer undichten Armatur. Als Wohnungswart der WBG Südharz ist der 54-Jährige für viele Mieter seines Reviers Unterstadt/Stadtmitte quasi ein „Engel in Blau“. Einen Tag lang begleitete ihn AA-Redakteurin Heidrun Fischer.

7.30 Uhr, Beratung in der Geschäftsstelle:
Teamleiter und Wohnungswarte erhalten aktuelle Infos, erledigen Papierkram, beauftragen und koordinieren Reparaturen.

8.00 Uhr, Büro des Wohnungswartes:
Detlef Helbing hat viele Aufgaben: Mietergespräche, regelmäßige Kontrolle von Hausordnung, Winterdienst und Haustechnik in jedem „seiner“ Häuser sowie Mängel- und Reparaturaufnahme. Wann er was erledigt, entscheidet er nach Dringlichkeit. Akutes hat Vorrang. Immer wieder klingelt das Telefon. „Die Mischbatterie ist defekt“, beklagt Herr G. vom Weinberg um 9.20 Uhr. Detlef Helbing erfragt alles Wichtige und gibt die Reparatur in Auftrag.

9.30 Uhr, Technische Kontrolle:
Rundgang durch neun Häuser der Neustadtstraße. Brennt das Licht? Funktioniert der Aufzug? Sind die Fluchtwege frei? Vom Dach bis in den Keller führt die Kontrolle. Bei den Schneiders klingelt er, will nach der defekten Jalousie schauen. Über die Schuhe streift er Überzieher. Den erfreuten Mietern stellt er sich als neuer Wohnungswart vor. Seit Januar hat er dieses Revier. Im Haus Nr. 21 versperrt eine Streugutkiste den Zugang zum Keller. Er holt sie herein, behebt die Unfallquelle. Nebenan wird Sperrmüll zur Brandgefahr. An den Unrat heftet er eine Notiz für den Verursacher, setzt ihm eine Frist zur Entsorgung und notiert die Fakten im Pocket-PC. „Gut, dass wir Sie sehen“, freuen sich Mieter aus dem Nachbarhaus. „Was ist mit der leeren Wohnung“, fragen sie. „Schon vergeben“, verkündet Helbing. Da klingelt das Telefon: Defekte Schließfeder in der Sangerhäuser Straße.

10.40 Uhr, Sofortreparatur:
Wenige Umdrehungen mit dem Schraubenzieher lassen die Haustür wieder selbstständig ins Schloss fallen. Ein Glück. Es ist bitterkalt!
11.00 Uhr, Wohnungsübergabe in der Niemöller-Straße
Pünktlich öffnet er der betagten Dame die Tür, begrüßt und führt sie durch die Wohnung. Dann misst und erklärt er die Zählerstände, erfasst die Daten im Protokoll. Er wäre nicht Detlef Helbing, wenn er beim Erklären des Türöffners nicht auch vor unliebsamen Besuchern warnen würde. „Immer schön fragen und die Kette vorlassen“, warnt er die Seniorin, die überglücklich ist.

12.30 Uhr, Mittagspause:
Schnitte und warmen Tee genießen, das Telefon griffbereit.

13.00 Uhr, Büroarbeit in der Geschäftsstelle:
Protokolle, Nachweise, E-Mails, Anzeigen

Anschließend:
Hausdurchgänge, Wohnungsübergaben und Sprechzeiten im Büro. „Zu den Sprechzeiten montags von 8 bis 9 und donnerstags von 16 – 17 Uhr muss man im Büro sein. Das ist sehr, sehr wichtig für den Kontakt zu den Mietern“, betont er. „Unsere WBG ist 24 Stunden für die Mieter erreichbar, dann wird ihnen geholfen. - Genau das wollen wir“, sagt einer, der für alle steht: Detlef Helbing.
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