Zu Fuß durch den Winter im Südharz

Der Katzenstein im Steinmühlental
 
Die Dennerttanne v.der Brandberg Grube
 
Ein starker Rotwildwechsel
Unser Sonntagsspaziergang!

Unser Sonntagsspaziergang war mal wieder Spitze. Das Wetter war Super, die Landschaft abwechselnd, vielseitig und schön, bis hin zu einem schönen Erlebnis. Seht wie es heute wieder war. Die Natur kann man gar nicht so schön festhalten wie sie ist. Wir sagen uns immer raus in die Natur und dort was erlebt und wenn es auch nur die kleinen Schönheiten am Wegrand sind. Wir haben alles vor der Haustür und wissen oft nicht was wir für eine schöne Heimat und für ein Kapital haben.
Wanderung von Appenrode ins Steinmühlental in die Felsenstadt der Asen, durchs Kuhtal vorbei an der Wilddiebsklippe, der Rötelgrube, Totenkopf, Brandberg, Katzenstein und nach Appenrode. Vom Vorfrühling in den Winter, In Appenrode kaum Schnee von dort runter ins Steinmühlental, dann die Waldstraße entlang. Wir wanderten immer schön in der Sonne, welche die Südhänge schon schön erwärmt und den Schnee abgeleckt hatte. Links in der Koppel winterfeste Kühe mit großen breiten Hörnern und zottigem Fell. (Irische Jack)? Es waren sogar ziemlich kleine Kälbchen dabei, man muss da staunen, dass diese die kalten Nächte um die minus 20 C ° überstanden haben.

Rechts am Hang eine ganz tolle Wurzelbildung einer Rotbuche. Wer wohnt hier zwischen den Wurzeln? Dann rechts am Taleingang der Katzenstein als Wächter. Ein Stück weiter eine Aussparung im Hang, das alte verschüttete Mundloch zur „Grube Brandberg“, erst ein ganzes Stück weiter an der Brandbergbrücke die „Dennerttanne“ mit der Erklärung zur Grube. Wir wandern das Tal weiter aufwärts. Hier stoßen wir plötzlich auf starke Rothirsch Wechsel. Mein Freund Helmut erzählt mir, dass in Stiege schon frische Abwurfstangen gefunden wurden. Eigentlich ist es noch zu früh dazu. Der Schnee wird mit jedem Schritt höher, aber auf der befahrenen Waldstraße lässt es sich gut gehen. Recht am Weg der Fuhrbach total zugefroren und mit Schnee bedeckt, in welchem ein Fuchs lang geschürt ist. Nur am Brückenrohr zum Kuhtal hoch ist etwas Wasser sichtbar.

Es geht vorbei am Standort des alten Schlagbaumes zum ehemaligen Sperrgebiet der DDR. Hier rechts stand früher mal die alte Steinmühle, heute steht dahinter eine Waldschänke zum ausruhen, daneben ein Stempelkasten für die Harzer Wandernadeln. Eine frisch angelegte und benutzte Feuerstelle ist auch vorhanden, unter dem Dach der Waldschänke liegen Angespitzte Ruten zum Brot rösten an der Feuerstelle. Mein Hund hat gleich den Rest einer Wurst gefunden und lässt es sich schmecken. Nach kurzer Rast geht es in die Felsenstadt der Asen.

Links am weg der Goldborn mit seinem links drehendem Wasser, welches durch das Magische Auge am Berg umgewandelt wird. Gleich etwas darüber der grimmig drein schauende Nöx als Wächter für diese mystische Stätte. Nun befinden wir uns zwischen den riesigen Felstürmen dieser Felsenstadt. Wer genau hinsieht entdeckt viele Gesichter und Skulpturen aus Stein. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Schauen Sie sich die Bilder genau an. Unter den aufliegenden Löwen sehen Sie den Kopf der Ostara der Frühlingsgöttin und darunter die Gesichter ihrer Bediensteten und Bewacher. Weiter oben rechts am Hang der Eulenfelsen mit dem zu gedrückten Auge. Neben dem Weg gurgelt der Bach unter dem Eis. An den Felswänden schöne Eiszapfen und Bildungen aber leider nicht sehr viele.

Wir gehen den Weg zurück und stapfen durch den ca. 20 cm hohen Schnee. Von oben kommt eine zugescheite Skispur herunter. Langsam aber stetig stapfen wir durch den Schnee den etwas steilen Weg hinauf. Je höher wir kommen umso höher wird der Schnee. Hier queren viele Hirschwechsel den Weg. Mein Begleiter schaut ständig in den tief unten liegenden Graben ob nicht ein Geweih zu finden sei. Am gegenüber liegenden Hang bezaubernde Lichtspiele von Sonne und Schatten. Dann sind wir oben am Weg nun rechts und dann links auf dem schmalen Steig vorbei an den Wilddiebsklippen durch das grobe Geröll über die Gesteinsbrocken und den Bach. Der Hund hört das Wasser unter dem Eis rauschen und will nicht weiter. Als wir auf das Eis treten kackt es unter den Füßen aber es hält. Es kann eigentlich nichts passieren denn das Wasser ist nur einige cm hoch.

Es geht weiter auf schmalen Steig, eigentlich typisch für die Ilfelder Bergregion. Immer schön durch die Laubwälder fasst alles Rotbuche, Vor uns nun ein Stück Jungwuchs welcher den Steig wie eine dichte Mauer gegrenzt. Wir sind nun auf einem Waldweg angekommen und sehen schon die große Wildfütterung vor uns. Hier in der Sonne machen wir nochmals eine kurze Pause. Eine frisch, geöffnete Rolle Heu und einige Zuckerrüben sind für das Wild hier ausgelegt. Durch herrlichen Rotbuchenwald schlängelt sich der Waldweg abwärts, so dass wir schön in der Sonne wandern können und Genießen die Ruhe uns die Landschaft mit ihren abwechselnden Blicken auf die Berge und in die Täler. Hier recht können wir ganz herrlich in das Steinmühlental sehen und unseren bisherigen Weg nachvollziehen. Denn dort unten im Tal sind wir vor einer Stunde Talaufwärts gewandert, dort um die Bergkuppen herum und nun hier herunter. Es nun an der oberen Hangseite entlang, so dass wir unten die Waldstraße sehen können.

Nach einigen Kurven müssen wir einen Weg rechts nach unten einschlagen, welcher etwas steil ist. Hier an einer kurzen extrem steilen Stelle hat ein Fahrzeug die Auffahrt nicht mehr geschafft und mußte Rückwärts den Weg wieder hinunter. Gleich hinter der Rechtskurve stand der Geländewagen an der Seite. Mit einem Mal zeichnete der Hund, er hatte etwas, wir dachten an Wild, welches wir bis jetzt nicht zu sehen bekommen hatten. Aber es war ein junger Mann, welcher eine Geweihstange in der Hand trug. Er sprach von einer Stange aus dem vorigen Jahr, aber die sah nicht danach aus. Dann stand er vor uns, wir besahen uns diese Abwurfstange.

Es war eine frisch abgeworfene ziemlich starke 12 Ender Stange von einem Hirsch, im besten Alter. „Waidmannsheil“ der junge Mann hatte heute großes Glück gehabt. Wir fotografierten erst mal diesen tollen Fund der Kronenzwölfer Stange. Bei so einem Anblick lacht einem das Herz im Leibe, ich hätte fast neidisch werden können, aber ich habe ihm diesen Fund auch gegönnt und ihn beglückwünscht. So fand unser schöner Wandertag noch einen krönenden Abschluss im wahrsten Sinne des Wortes. Noch wenige Meter und wir waren wieder im Steinmühlental. Vorbei an den Jacks und den „Langenlieten Berg“ hinauf und wir waren wieder in Appenrode am Auto angelangt. Freund, Herrchen und Hund waren zufrieden und glücklich so einen schönen Tag mit viel Sonne und Natur genossen zu haben.
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