Erdfallseen im Südharz-Karst

Röstesee - liegt westlich, leicht abseits von den anderen Seen
 
Karst-Standort-Tafel - Achtung: der Weg zum Mönchsee hinab ist stark verwittert!
Hohenstein: Erdfallseen | (015) -

zwischen Liebenrode und Steinsee

Immer entlang dem Gipskarstgürtel am Südharz.
Mit dem Auto fuhren wir nach Steinsee. Von hier aus wollten wir einen Blick zur Hainleite erhaschen und die Karstseen erkunden. Doch wegen fehlender Beschilderung schlugen wir gleich erst mal den falschen Weg ein.
Also gingen wir zurück und suchten den Weg nach Mauderode – ein Bekannter erwähnte: „... vom höchsten Punkt dieses Weges gibt es eine schöne Aussicht“. Da nur ein Weg in diese Richtung führte, ging es immer steil bergan weiter. Und wir wurden belohnt mit einer schönen leicht diesigen Weitsicht nach Bischofferode, Bleicherode und zur Hainleite.
Bei einer schon betagten Finnhütte machten wir Mittag und ließen uns trocken Brot und Stöpel schmecken. Der Rückweg war dann in zweierlei Sicht erfreulich: 1. es ging bergab und 2. wir entdeckten in der Ferne das gesuchte Ziel – die Erdfallseen. Durch Zufall kamen wir mit einer Bewohnerin von Steinsee ins Gespräch und erfuhren, dass der Weg an der Zufahrtstraße entlang führt – allein eine Beschilderung dorthin war nicht zu finden!

Karst-Erscheinung: Erdfallsee
Die zahlreichen tief fliegenden Schwalben wiesen uns dann den Weg – hier musste Wasser sein und viele Insekten, die ihnen schmeckten :-) . Hier lag er nun, der Opfersee. Direkt am Ufer entlang gelangten wir auf einem schmalen Steig bis zum Grubenloch. Hier führt der Weg (entgegen dem Uhrzeigersinn) über eine Brücke zu einer Sitzgruppe des Anglervereins Liebenrode direkt am Ufer dieses Sees.
Nun gingen wir den ufernahen Pfad immer weiter und überquerten moorige Zuflüsse. So liegt der Mönchsee gut 9 m höher und sein Wasser läuft über ein derzeitiges moorastiges Rinnsal in das Grubenloch hinab. Über diese kleine Schlucht stiegen wir auf um zum etwas weiter nördlich gelegenen Röstesee zu gelangen.
Hier hörte die Idylle der von Bäumen umsäumten Seelandschaft auf und wir traten den Rückweg an. Unterwegs wurden wir von Natur- und Karst-Erscheinungen in den Bann gezogen. Das sehr windige Wetter mit zum Teil starker Bewölkung konnte unsere "Expedition" nicht stoppen (Klar hätte ich lieber mehr Sonnenfotos gamacht)!

Tipp:
Auf dem Portal Karstwanderweg kann man im "Index Karstwanderweg Nordhausen" die verschiedenen Objekte aufrufen.

Hier erfährt man alles über den nördlich von Liebenrode gelegenen Karst-Wanderweg und die regionale Geologie.

Und doch gibt es auch kritische Anmerkungen!
Auf dem ganzen Weg konnten wir feststellen, dass der Zerfall der örtlichen Holzsteige teils schon weit fortgeschritten ist und manche kaputt und nur mit gegenseitiger Hilfe passierbar sind. An allen Seen waren große Tafeln des Anglervereins angebracht. Und so hatten wir den faden Beigeschmack, dass fremde Wanderer (vor allem wohl Angler) vor Ort gar nicht erwünscht sind.

B Ü R G E R - R E A K T I O N !
Das Problem ist bekannt und es werden Sponsoren für den Erhalt der Wege gesucht. Das Flächennaturdenkmal (FND) soll künftig von Liebenrode / Obersachswerfen aus erwandert werden können. Es lohnt sich!

Annett De., Südharzkarst-Region
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