Wanderung entlang der Selke zum Besucherbergwerk "Glaasebach"

  Unsere Wanderung entlang der Selke zur Grube „Glasebach“

Trotz Regenschwerer Wolken trafen sich einige mutige Wanderer am Sonntag in Ilfeld, um an der Wanderung durch das schöne Selketal teilzunehmen. Mit den PKWs ging es in den Harz hinauf nach Güntersberge, um am Bahnhof die Autos zu Parken. Der Himmel war uns bis jetzt gnädig geblieben. Es hingen zwar eine Reihe von Wolken in unterschiedlicher schwärze im Himmelszelt aber durch die Wolken lugte schon die Sonne. Ein auffrischender schien die Wolken im Griff zu haben.

Wir überquerten die Selke und bogen gleich rechts in den Weg durch das Selketal in Richtung Straßberg ein. Der Weg, ein geschotterter Waldweg, welcher noch die Zeichen des gestrigen Regens zeigte, war verhältnismäßig trocken und fest, so dass wir gut voran kamen. Es dauerte aber nicht lange da entdeckten wir schon die ersten Pilze am Wegrand. Schon waren wir infiziert und unsere Augen suchten nach weiteren Pilzen, was unser Tempo verringerte. Froh gelaunt wanderten wir durch das Selketal und ließen diese herrliche Landschaft auf uns einwirken. Neben den Pilzen fanden wir noch viele Dinge welche unsere Sinne und Fantasie beanspruchten.
Am Elbingstalteich kamen uns zwei einzelne Wanderer entgegen, welche über unsere Pilzsammlung staunten. Da sprang plötzlich ein Eichkater über den Weg und baumte rechts an unterem Hang auf den Bäumen auf. Die Kamera raus und schnell ein Bild geschossen. Dann ging es weiter bis zur Selke Köte, hier war erst mal eine kurze Pause. So entdeckten wir in der Köte ein tolles Schild, zwecks Reinhaltung der Köte und der Natur. Von einem Pilzfund zum nächsten wanderten wir durchs Tal, begleitet von interessanten Grauschieferfelsen, Wurzelbildungen und vielen Blumen. Wir lagen schon längst nicht mehr im Zeitplan aber die Landschaft, Pflanzen und Pilze hatten uns in ihren Bann gezogen.

Doch dann tauchten die ersten Häuser von Straßberg auf, nun mussten wir noch durch den Ort zum Besucherbergwerk und Museum „Glasebach„. Wir stapften den Ort hoch und wir konnten unseren Augen nicht trauen, auf den Grünflächen des Ortes standen die schönsten Pilze, welche natürlich auch noch in den Korb sollten. Vor der Kirche eine „Denner Tanne“ mit Informationen über frühere Zeiten. Da stand doch wohl folgendes: „Morgens um 4.00 Uhr wurde zur Bergschicht geläutet und nach der Schichtandacht wurde dann in den Berg eingefahren, um dort 12.00 Stunden zu Arbeiten.“ Wir mussten weiter, denn das Bergwerk lauerte auf uns. Unten im Ort rechts am Bach ein schönes Wasserrad welches an die Straßberger Wasserkunst erinnert.

Bis hierher hatten wir Sonne und Wolken aber wenige Meter vor dem Bergwerk fing es nun doch noch an etwas zu regnen. In der Grube „Glasebach“ wurden wir schon von den befreundeten Bergleuten empfangen. Jetzt war erst einmal Mittagspause, der Duft des Kaffees stieg uns gleich in die Nase. Wir hatten uns so viel zu erzählen, dass der Kaffee fast kalt wurde. Die Zeit drängte, denn unser Zug würde nicht warten. Also schnell eingekleidet und zur Befahrung ins Bergwerk. Dieses Bergwerk ist auch immer wieder interessant und seine Faszination nimmt einen immer wieder gefangen.

Das große Wasserrad, die Befahrungsstrecken mit den Erzen und Versinterungen mit Mangan und Eisenerzoxyden, Schwefelkiese, dunkle Strecken nur mit dem Licht der alten Bergleute, dem „Harzer Frosch“ ausgeleuchtet, Schrägstrecken und vieles mehr. Die Zeit zerrann uns durch die Finger, wir mussten zum Zug. Wir taten schnell Ausfahren die Ausrüstung Abgeben und trotz Eile noch schnell aber herzlich Verabschieden, bis zum nächsten mal. Ein herzliches „Glück Auf“ klang uns noch im Tale nach.

Mit zügigem Schritt ging es nun in Richtung Halte Punkt „Glasebach“. Aber am Weg noch weitere schöne Pilze von denen doch n och einige in den Korb wanderten. Im Tal war schon der Zug zuhören. Zum Glück war es der Gegenzug Tal abwärts in Richtung Silberhütte. Dann standen wir am Haltepunkt und warteten nun doch noch etwas, denn der Zug hatte etwas Verspätung. Dann kam der Dampfzug qualmend durchs Tal auf uns zu gefahren. Dem Lockführer ein Zeichen geben, sonst fährt der Zug durch. Doch der Zug hielt, was für ein Glück, einsteigen und schon ging es in Richtung Güntersberge wo unsere Autos standen. Alle staunten über unseren vollen Korb mit Pilzen. Wir hatten einen sehr vielseitigen, erfolgreichen Wandertag erlebt, welcher nun seinem Ende entgegen ging.

Wir stiegen in Güntersberge aus, verabschiedeten uns gleich hier, stiegen in unsere Autos und fuhren glücklich nach Hause. Der Wettergott hat es gut mit uns gemeint, bis auf die wenigen Tropfen hatten wir herrliches Wanderwetter, wobei die Vorhersage ganz anders war. Wir waren und hatten die Glückspilze auf unserer Seite gehabt. Zu Hause konnte nun der Tag noch einmal Revue passieren und wir können nun die Woche von diesem schönen Sonntag zehren. Schöner kann so ein Tag gar nicht mehr sein.
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Hannelore Grünler aus Artern | 16.07.2012 | 00:29  
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Karin Jordanland aus Artern | 16.07.2012 | 09:53  
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