Atommüll-Endlager unweit vom Mittelgebirge HARZ

Woffleben am Südharz und (der Pfeil gerade hoch) das Endlager ASSE II (näher zu uns als z.B. Erfurt)
Nordhausen: Thüringen - Südharz | (008) -

ATOMKRAFT (Folge 2)


Gefahr aus der Nachbarschaft
Es gibt in Thüringen kein Lager für atomaren Müll, aber in den Nachbar-Bundesländern! Ich möchte mit diesem Artikel nochmals zum Nachdenken und diskutieren anregen.


O B J E K T L I S T E
Alle Objekte werden kurz beschrieben und ein Bezug zu Woffleben / Nordhausen hergestellt.

1. aktiv – Versuchs-Endlager ASSE II im Bundesland Niedersachsen
Dieses ehemaliges Salz-Bergwerk bei Wolfenbüttel liegt nördlich von Thüringen und birgt ein hohes Sicherheitsrisiko. Darum wurde vom Bundesamt für Strahlenschutz die komplette Umlagerung ins > Endlager Schacht Konrad Woffleben liegt in 64 km und Nordhausen in 72 km Entfernung Luftlinie Doch welche Gefahr bringt eine Umlagerung mit sich? – nur der Harz erhebt sich wie eine Schutzwand dazwischen.

2. wird umgebaut – Schacht Konrad im Bundesland Niedersachsen
Das stillgelegte Eisenerz-Bergwerk in Salzgitter wird zum D e u t s c h e n E n d l a g e r für nicht oder nur schwach wärmeproduzierende radioaktive Abfälle (fällt in Kernkraftwerken, Forschungslaboren und Kliniken an) – liegt nördlich von Thüringen und wird vermutlich zwischen 2015 und 2019 in Betrieb genommen werden. Woffleben liegt in 70 km und Nordhausen in 78 km Entfernung Luftlinie. Sind wir in Gefahr?

3. aufgegeben und überwacht – Zentrales Endlager Morsleben im Bundesland Sachsen-Anhalt
Das ehemalige Kali- und Steinsalz-Bergwerk bei Magdeburg liegt nördlich von Thüringen und wurde 1969 von der Staatlichen Zentrale für Strahlenschutz als „Standort für die Zentrale Endlagerung aller Arten radioaktiver Abfälle der DDR“ bestimmt. Nach fast 30 Jahren wurde nichts weiter eingelagert. Woffleben liegt in 78 km und Nordhausen in 86 km Entfernung Luftlinie. (Einsturzgefahr besteht mittelbar in den Kammern, denn z.B. sind 2001 mehrere Tausend Tonnen Salzgestein in die Hohlräume gestürzt!) mein Fazit: es ist ein "DDR-BRD-Endlager"

Und hier noch einmal die AKW aus meinem ersten Artikel
ATOMARES RISIKO - an Thüringens Grenzen lauert eine unsichtbare Gefahr
zu diesem Thema:
4. aktiv - Kernkraftwerk Grohnde im Bundesland Niedersachsen
5. aktiv - Kernkraftwerk Grafenrheinfeld im Bundesland Bayern
6. still gelegt – Kernkraftwerk Würgassen im Bundesland Nordrhein-Westfalen

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Quellen:
atommuell-endlager.de; wikipedia – Liste Kernreaktoren in Deutschland; Google Earth
(Stand der Daten im Artikel: 10. Juni 2011)
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Meine weiteren Beiträge über Atomkraft:

* Teil 1 - Die unsichtbare Gefahr für Thüringen
* Teil 3 - Fukushima - 11. März 2011
* Teil 4 - Tschernobyl - 26. April 1986
* Teil 5 - Papierkraniche gedenken an atomare Opfer

Annett De., Woffleben, Deutschland
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1 Kommentar
13.091
Eberhard :Dürselen aus Weimar | 01.09.2011 | 18:35  
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