Derricks sind top - Polizeidirektion Nordthüringen ist stolz auf beste Aufklärungsquote

Kripo-Chef Detlef Grabs (links) und Polizeidirektor Uwe Köppen (rechts) sind stolz auf die höchste Aufklärungsrate in Thüringen. Selbst im Bundesdurchschnitt rangiert die Polizeidirektion Nordhausen an vorderer Stelle.
68,4% der im Jahr 2010 in Nordthüringen angezeigten Straftaten wurden aufgeklärt. "Das macht uns mächtig stolz, denn bundesweit gibt es wohl weniger als zwei Hände voll Direktionen, die das geschafft haben", freut sich Polizeidirektor Uwe Köppen.
Ihm obliegt der PDBereich Nordthüringen aus den Landkreisen Eichsfeld, Unstrut-Hainich, Kyffhäuser und Nordhausen. Ein Lob für die meisten ermittelten Tatverdächtigen (nur Erfurt hat mehr) macht Köppen den Ermittlern am Tatort.

7167 Männer und 2222 Frauen wurden zu Tätern, nur 294 waren Nichtdeutsche.
Mit 31,2% macht die Diebstahlskriminalität knapp ein Drittel aller 19 779 Straftaten aus. Ist der Rückgang von Ladendiebstählen (1099 Fälle/- 123 Rückgang/Zunahme) und Diebstählen von und aus Kfz (486/-28) sehr erfreulich, so stimmt die Zunahme der Diebstähle aus Betriebsräumen (474/+ 26) nachdenklich. Neben Vermögens- und Fälschungsdelikten (3534/+ 182) sind vor allem die Rauschgiftdelikte (1378/+ 274) weiter auf dem Vormarsch. Inzwischen gibt es ebenso viele Tatverdächtige, die unter Drogen am Steuer sitzen wie unter Alkohol.
Doch auch hier sind die "Derricks" aus Nordthüringen auf einem guten Weg. Mit der Arbeitsgruppe "Dope" fließen alle Drogen-Straftaten für ganz Northüringen in der Kriminalpolizei-Inspektion (KPI) zusammen, was ein viel effektives Vorgehen ermögliche, betonte Kripo-Chef Detlef Grabs. Nordhausen übernahm mit dieser konzentrierten Art der Ermittlungen eine Vorreiterrolle und gilt als Pilotprojekt für Thüringen. Gegen sechs Beschuldigte (Dealer) wurde Haftbefehl erlassen. 11 Kilogramm sichergestellte Betäubungsmittel sei eine ordentliche Menge, wobei man den 18-Kilo- Marihuana-Fund aus dem Jahr 2009 nicht als Maßstab nehmen dürfe, unterstrich Detlef Grabs.

Betrachtet man die Inspektionsbereiche Nordhausen und Sondershausen einzeln, ergeben sich für die "normale" Kriminalität folgende Tendenzen:
2416 von 3865 Straftaten in Nordhausen wurden aufgeklärt und dabei 1904 Tatverdächtige ermittelt. Schwerpunkte waren Diebstähle, Betrug, Sachbeschädigung, Körperverletzung und Beleidigung. Immer häufiger wird im Internet betrogen: Entweder werden bestellte Waren nicht bezahlt oder Kunden erhalten ihre bezahlte Ware nicht.

Im Kyffhäuserkreis ist ein Rückgang von Straftaten (2813/-296) zu verzeichnen, vor allem durch weniger Diebstähle (1076/-202). Jedoch nahmen hier die Beleidigungen (177/-21) stark zu.
Schwere Fälle Ungeachtet regionaler Zuordnung bearbeitet die KPI Nordhausen alle schweren Fälle von Kriminalität (u.a. Rauschgiftdelikte, Tötungsverbrechen, Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung). Hier fällt vor allem die Zunahme der Rauschgiftdelikten (1371/+ 416) auf.
"Alle 18 Straftaten gegen das Leben wurden aufgeklärt, wobei uns die fahrlässige Tötung eines Kleinkindes durch drei Hunde in Oldisleben richtig unter die Haut ging", berichtete Kripo-Chef Detlef Grabs. Zum Mord an Bianca B. vom 17./18. Dezember schweigt der Tatverdächtige eisern. Geständig zeigte sich der Täter, der seine Freundin am 25.12. in Schernberg mit einem Küchenmesser erstach.
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