Gutes tun und orientieren - „Thüringen-Jahr“ bietet allen Schulabgängern optimale Möglichkeit der Orientierung

Petra Scholz (rechts) vom Trägerverein Starthilfe e.V. organisierte am 16. März mit ihrer Kollegin Ilsemarie Brambach den Aktionstag "Thüringen-Jahr". Jugendliche aus zehn Einsatzstellen waren direkte Ansprechpartner.
 
Franziska (rechts) absolviert gerade ihr "Thüringen-Jahr" im Erlebnisbergwerk Sondershausen. Sie kann aus erster Hand berichten, was sie täglich alles dort macht. Fotos: Fischer
Sondershausen: Starthilfe Sondershausen e.V. | Marcel möchte an die Berufsakademie der Uniklinik Jena, Benjamin will Medizin studieren. Doch noch überlegt er, ob er ein "Thüringen- Jahr" absolviert und sich die Zeit als Wartesemester anrechnen lässt, denn Einblicke in den Pflegebereich wären gute Grundlagen fürs spätere Studium. Maria ist noch unschlüssig darüber, was sie nach dem Abi macht - Studium oder Berufsausbildung?

Den Abiturienten des Staatlichen Berufsschulzentrums Sondershausen geht es wie vielen anderen kurz vor Ende der Schulzeit: Sie können sich noch nicht so recht für eine berufliche Richtung entscheiden.

Genau hier setzt das vom Land initiierte "Thüringen-Jahr" an. Vom 1. September bis zum 31. August des Folgejahres können Freiwillige in verschiedenen Bereichen tätig sein, sich engagieren und persönlich weiterentwickeln. Das "Thüringen-Jahr" ist ein perfektes "Probepflaster", um herauszufinden, welche Ausbildung oder Studienrichtung man wählen möchte.

Finanziert wird es durch den Europäischen Sozialfonds, das Land Thüringen, den Bund und die jeweilige Einsatzstelle. Apropos Finanzen: 150 Euro erhält der Jugendliche monatlich als Taschengeld plus 150 Euro für Verpflegung und Unterkunft. Dazu werden Versicherungsschutz und Urlaub gewährt. Ansprüche auf Kindergeld oder Waisenrente bleiben bestehen!

Was passiert eigentlich im "Thürigen-Jahr"?
Zunächst organisiert ein anerkannter Träger wie z.B. der Starthilfe Sondershausen e.V. das Thüringen-Jahr inhaltlich und organisatorisch. Er führt Bewerbungsgespräche und vermittelt die Bewerber an Einsatzstellen im sozialen Bereich. Man kann auch im ökologischen und kulturellen Bereich oder im Denkmalschutz eingesetzt werden. Diese bietet aber der o.g. Verein nicht an.

In seiner Einsatzstelle unterstützt der Jugendliche unter Anleitung das Fachpersonal. Dazu kommen 25 Seminartage als Pflichtbestandteil des "Thüringen-Jahres". Sie sind ausgefüllt von praxisnahen Projekten, die sich thematisch an den Interessen der Jugendlichen orientieren. Der Starthilfe Sondershausen e.V. als Mitgliedsorganisation im Paritätischen Wohlfahrtsverband arbeitet als Träger des "Thüringen-Jahres". Er gestaltet die Seminartage als Wochen-Seminare in fünf verschiedenen Städten Thüringens.

Nach dem "Thüringen- Jahr" erhalten die Freiwilligen auf Wunsch eine Einschätzung und ein Zertifikat über die erworbenen Kenntnisse.
"Zur Zeit sind beim Starthilfe Sondershausen e.V. in ganz Thüringen 83 Freiwillige im Einsatz. So viele Plätze können wir auch dieses Jahr wieder vergeben. Wer unseren Aktionstag am 16. März im Carl-Schroeder-Saal besucht hat, weiß, in welche Bereiche wir Freiwillige vermitteln. Natürlich versuchen wir immer, den Wünschen der Freiwilligen gerecht zu werden. Deshalb sollten sich Schüler der Abschlussklassen jetzt bewerben", erinnert Petra Scholz vom Starthilfe e.V. an den Bewerbungsschluss 30.4.! "Und wer Fragen hat, kann uns jederzeit gern anrufen."

Bewerbung
Starthilfe Sondershausen e.V.
Erfurter Straße 35
99706 Sondershausen

03632/666 18 40

Inhalt: Bewerbung mit Nennung der Wunscheinrichtung, Lebenslauf, Passfoto, Kopie des letzten Zeugnisses, frankierter Rückumschlag
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