Haus Nr. 8 soll bleiben - Blasiikirchplatz soll bebaut werden

Ein Gebäude-Karree (links) bezieht das jetzige Haus Nr. 8 ein und reicht bis knapp an die Barfüßer- und Kranichstraße heran. (Foto: Landschaftsarchitekten Stötzer)
Nordhausen: Blasiikirchplatz | Die Vision vom kahlen Event-Platz ist vom Tisch. Nach einem Bewertungsmarathon entschied eine 30-köpfige Fachjury unter Beteiligung von Stadträten, Ausschussvorsitzenden und Amtsleitern am 31. August 2010, dass die Gestaltungsentwürfe eines Freiburger Architektenbüros und eines Ingenieurbüros aus München/ Magdeburg die Zielstellung am besten umgesetzt haben. Beide teilen sich das Preisgeld von 30.000 Euro.

Ziel des Architektenwettbewerbes war ein Konzept zur Umgestaltung des Blasiikirchplatzes zu einem urbanen Platz mit hoher Aufenthaltsqualität und die Aufwertung der angrenzenden Straßenräume. Hierbei waren Lösungen für die optimale Verbindung von Alt- und Neustadt an dieser wichtigen Nahtstelle gefragt. Die Altstadt soll gegenüber anderen zentralen Bereichen der Stadt in ihrem Profil gestärkt werden und eine optimierte Verkehrsorganisation erfahren.

Beide prämierten Entwürfe orientieren sich an den historischen Vorgaben und beziehen das jetzige Wohnhaus Nr. 8 in ein Karree ein, das Wohnen und Handel/ Gastronomie miteinander verbindet. "Auch ein Hotel wäre denkbar", erklärte Barbara Rinke. Geplant ist ebenso eine Neu- und Ergänzungsbebauung nördlich der Kirche (Eselsgasse). Beide Entwürfe enthalten ein grünes Rückgrat um den Platz mit kleinen Verweilzonen.

Nach ersten Untersuchungen sind sieben der zehn Bäume gesund und sollen erhalten werden. Nicht mehr machbar ist bei Bebauung ein größerer Markt (Wochenmarkt). Für kleinere, beispielweise Kunstmärkte, wären die Freiräume geeignet, so Barbara Rinke. Nach Entscheidung des Stadtrates für ein endgültiges Konzept am 24. November 2010 könnte der Startschuss fallen.

Voraussetzung: ausreichend Geld. Momentan mangele es der Stadt an Eigenmitteln und an Fördergeldern. Gefragt wäre dann auch ein Investor für die Bebauung, unterstrichen Barbara Rinke und Inge Klaan.
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