Keine Angst vor neuer Röhre

Gabriele Kaps, die leitende MTR, gewährt einen Blick auf den neuen Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT). Je nach Befund könnten bis zu 30 Patienten am Tag untersucht werden. Sie liegen bequemer, weil die neue „Röhre“ 10 cm mehr Durchmesser hat. Die Untersuchung geht schneller, liefert genauere Bilder – wichtig für das Aufspüren kleinster Tumore.
Nordhausen: Südharz-Krankenhaus | Südharz-Krankenhaus nahm neuen MRT in Betrieb und ist nun Referenzzentrum für ganz Europa

Tomographie heißt so viel wie „Scheiben aufschreiben“. Einen Scheibenschreiber der neuesten Bauart nahm am Freitag das Südharz-Krankenhaus Nordhausen in Betrieb und stellt damit alles bisher Dagewesene in den Schatten.


Noch größer, bequemer, schneller und präziser ist der 3-Tesla-Magnet-Resonanz-Tomograph Ingenia (MRT), den Thüringens Gesundheitsministerin Heike Taubert nun offiziell seiner Bestimmung übergab. „Es ist einer von drei in ganz Deutschland“, unterstrich Prof. Dr. Heinrich Markgraf, Vorsitzender des Aufsichtsrates, und richtete seinen Dank an die Geschäftsführung, die Mitarbeiter der Radiologischen Klinik und den Bereichsleiter Technik, Hagen Kellner, für deren Leistungen im Vorfeld. „Herr Kellner hat damit sein Heu für dieses Jahr eingebracht“, lobte er.

Auch dem Radiologenteam, den Assistentinnen und Technikern zollte er Respekt für deren Belastbarkeit und Lernfleiß in den letzten Wochen, allen voran PD Dr. med. habil. Ansgar Malich, dem es gelang, trotz zweier fehlender Fachärzte mit dem bestehenden Personal einen optimalen Dienstplan aufzustellen.
Besonders erfreut zeigte sich Prof. Markgraf darüber, dass dieses hochmoderne Gerät nicht wie so oft üblich den Privatpatienten vorbehalten ist, sondern allen Kassenpatienten – ob stationär oder von der kleinsten Praxis ambulant überwiesen – zur Verfügung steht. „Wir alle sind die Nutzer. Das baut Vertrauen auf und aus und zieht positive Patientenströme in unsere Radiologische Klinik.“

Zehn Zentimeter mehr ist das Zauberwort für alle Patienten mit Platzangst und aus deren Sicht sicher der größte Gewinn. Doch Chefarzt Ansgar Malich nannte stolz die fachlichen Trümpfe: eine doppelt hohe Feldstärke, das Ambilight-System, das beruhigend auf die Patienten wirkt, eine schnellere Untersuchung, präzisere Bilder für die Diagnostik kleinster Brust- und Prostata-Tumore, Metastasen oder Entzündungsherde.

Am Herzen lag ihm neben dem Dank an die Geschäftsführung für deren Mut zur Zwei-Millionen-Investition auch, die Referenzen seines Teams aufzuzeigen. Viele erstklassige internationale Veröffentlichungen und über 30 % zusätzlich aufgespürte Karzinome oder Vorstufen durch mehr als 300 MR-Biopsien bescherten dem Radiologen-Team internationale Anerkennung. „Wir sind absolut konkurrenzfähig und nicht zweitklassig, nur weil wir im Osten Deutschlands arbeiten“, brach er für die Leistungen seines Hauses und dessen Mitarbeiter die Lanze.
Bei Hersteller Philips bedankte er sich für den Mut, das Südharz-Krankenhaus als nichtuniversitäres Haus zum Referenzzentrum für ganz Europa gemacht zu haben.
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