Markt ist nicht vom Tisch

Gern hätte René Schröter-Appenrodt im nächsten Jahr hier im neuen Lebensmittelmarkt eingekauft. Doch der Beutel bleibt vorerst leer. Zwar platzte das Vorhaben am Standort Harzstraße, doch alle Beteiligten sind zuversichtlich, eine andere Lösung zu finden. "Wichtig nach dem Bürgerwillen ist, DASS gebaut wird", erklärte der Bürgermeister.
 
Nicht mehr lange sollen die Beutel leer bleiben. Die Ilfelder wünschen sich einen weiteren Lebensmittler.
Ilfeld: Bauplatz | Bauen braucht Zeit. Die meiste verschlingen Planungen und Genehmigungsverfahren im Vorfeld, dann geht‘s relativ schnell.

Schon fast am Bauen eines neuen Lebensmittelmarktes sahen sich Projektentwickler Karlheinz Böttcher und die Gemeinde Ilfeld. Doch kurz vor dem Startschuss kam das Aus.
Was war passiert?
"Bislang verfügt Ilfeld nur über einen Lebensmittelmarkt. Mit dem sind wir zwar sehr zufrieden", stellt Bürgermeister René Schröter- Appenrodt klar, "doch die Bürger wünschen sich einen zweiten Markt mit anderer Auswahl." Mit Karlheinz Böttcher stellte sich vor drei Jahren ein Projektentwickler vor, dessen Referenzen mit über 20 realisierten Märkten keine Zweifel an seiner Seriosität aufkommen ließen und lassen.

Nach umfangreichen Gesprächen fasste der Gemeinderat Beschlüsse zum Projekt, zu Grundstücksverkäufen und zur Vorbereitung eines Grundstückskaufes für eine neu anzulegende Zufahrt und bereitete mit dem Trusetaler die Verträge vor.

Als Areal für den Lebensmittelmarkt war eine Fläche im Ilfelder Gewerbegebiet hinter Ofenbau Neumann vorgesehen. Eine direkte Zufahrt von der B 4 aus war von Gesetzes wegen nicht möglich. Deshalb sollte sie über eine neuangelegte Zuwegung zwischen Ofenbau und Truckstop erfolgen.

Projekt scheiterte schließlich an der Zufahrt
Doch da spielten einige der vorgesehenen Mieter nicht mit. Bäcker, Fleischer und Getränkemarkt bestanden auf direkter Zufahrt von der Bundesstraße aus und nahmen Abstand von einer Einmietung in das Marktgebäude. Doch ohne diese zusätzlichen Mieter wurde das Projekt unrentabel, das Gesamtvorhaben so nicht mehr realisierbar. "Eine so große Investition muss wirtschaftlich sein, sonst nimmt man soviel Geld nicht in die Hand", erklärte Karlheinz Böttcher. Schon durch gesunkene Mieten und gestiegene Baupreise sei eine Rentabilität heute schwieriger zu erzielen als noch vor 10/15 Jahren.

Ohne direkte Anbindung an die Bundesstraße jedoch würde sein Plan nicht funktionieren. Mit dieser Erkenntnis gab er den alten Standort auf. Die Gemeinde verpachtete ihn an den Betreiber des Solarparks.

Markt bleibt wichtiges gemeinsames Vorhaben
Doch der Lebensmittler ist nicht vom Tisch. Alle Beteiligten stehen weiter zu ihrer Absicht. "Natürlich suchen wir nach einem geeigneten Standort", bestätigten Schröter- Appenrodt und Böttcher unisono.

Vorteilhaft wäre ein Areal an der Ortsdurchfahrt. Für eine direkte Anbindung an die Bundesstraße wäre die Gemeinde sogar bereit, die Ortsdurchfahrtsgrenze zu verschieben. Dann könnte man von der B 4 aus eine Zufahrt zum Grundstück anlegen, denn dann läge sie innerorts und wäre genehmigungsfähig.

An dieser Idee halten Karlheinz Böttcher und René Schröter-Appenrodt nun fest. Jetzt müssen Gespräche mit dem Straßenbauamt Nordthüringen folgen. Würde die Behörde grünes Licht geben, könnte Böttcher einen Vorhaben- und Erschließungsplan in Auftrag geben, die Gemeinde die Genehmigungsverfahren neu anschieben. Im Idealfall müsse man ein Jahr dafür veranschlagen, fürs Bauen 4 - 5 Monate. 2013 könnte dann Eröffnung sein.
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