Neuer Lack für alte Halle

Der Anbau (weiß) verschwindet und wird durch zwei kleinere, stilistisch passende ersetzt. Bis zum Dezember wird die Spendekirchhof-Turnhalle in die Kur gehen. Foto: Wiethoff (Foto: Foto: Wiethoff)
Nordhausen: Spendekirchhof | Von Martin Wiethoff:
Turnhalle am Spendekirchhof soll bis zum Jahresende 2012 umfassend saniert werden


Bis zum Jahresende soll die Turnhalle am Spendekirchhof saniert sein. Seit einem Jahr ist sie für den Schulsport geschlossen.

Dach, Fassade und Innenbereich sollen erneuert, die Halle selbst mit neuen Sportgeräten ausgestattet und im Außenbereich eine Kleinfeld-Sportanlage mit Zuschauertribüne errichtet werden. Die Anlage soll auch kulturellen Veranstaltungen dienen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1.155.000 Euro. Sozialministerin Heike Taubert überreichte hierfür am Freitag einen Fördermittelbescheid über 455.600 Euro an Landrat Joachim Claus.

Bei diesem Bauvorhaben ziehen Stadt und Landkreis an einem Strang, da die Halle sowohl für den Sportunterricht des Humboldt-Gymnasiums als auch von Vereinen genutzt wird. Dadurch ist es möglich, zusätzlich 425.000 Euro aus der Städtebauförderung zu bekommen. „Die Spendekirchhofhalle ist die älteste Sporthalle im Zentrum. Wir wollten sie eigentlich schon 2004 zur Landesgartenschau in Ordnung bringen lassen“, erklärte Bürgermeister Matthias Jen
dricke, der die Halle noch aus seiner Schulzeit kennt.

Karsten Tölle von der Planungsgemeinschaft Tölle und FAI Nordhausen stellte die Ideen für die Sanierung vor: Ein Anbau aus den 60-er Jahren soll entfernt werden. An seiner Stelle erhält die Halle zwei kleinere Anbauten, die stilistisch besser zum Hauptgebäude passen. „Wir werden eine schonende Sanierung durchführen, denn die Halle steht als Ensemble unter Denkmalschutz“, erläuterte Tölle.

Großes Problem sei die angrenzende Stadtmauer, durch die Feuchtigkeit in die Halle eindringe und den Putz von den Wänden bröckeln lasse. Die Giebelwand zur Mauer hin soll deshalb besonders abgedichtet werden. Im Halleninneren sind ein neuer Sportboden mit Fußbodenheizung und Prallschutz an den Wänden vorgesehen. Die Haustechnik wird mit einer Wärmepumpe auf den neuesten Stand gebracht. Nach der Sanierung wird das untere Geschoss der Halle barrierefrei. Für die zukünftige Nutzung durften die Sportlehrer ihre Wünsche einbringen.
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