Protest mit einer Unterschrift

Katrin Kühne und Steve Friebe bei der Unterschriftenaktion
Der größte Wunsch vieler Kinder zu Weihnachten ist ein eigener Hund. Schaut man in den einschlägigen Internetportalen nach, so muss man feststellen, dass in fast jeder Preisklasse ein süßes Wollknäuel, ein Knautschgesicht oder ein Kampfschmuser zu haben ist. Doch eine „Geiz ist geil“ Mentalität ist hier nicht nur dumm sondern auch gefährlich. Meist werden die Welpen billig produziert, das heißt, dass viele von ihnen ungeimpft und bereits todkrank in ihre neuen Familien kommen. Sie werden als Ware in Massenzuchten in Rumänien, Polen oder Ungarn geboren und viel zu früh von ihren Müttern getrennt. Ist der Welpe gesund, sind seelische Schäden noch nicht ab zu sehen. Die Hündinnen, die für die Produktion genutzt werden, leben in kleinen Ställen, Kisten oder Blechcontainern.
Viele Eltern wissen dies und doch wird immer wieder billig eingekauft. Mitleid mit den kleinen Hundebabys ist hier das falsche Gefühl, sagen Katharina Stutika und Steve Friebe vom Nordhäuser Bulldoggenclub. Ist der Welpe verkauft, steht der nächsten Generation in Massenzuchten geborener Welpen nichts mehr im Wege. Um gegen solche Hundevermehrer vorzugehen, unterstützt der Nordhäuser Bulldoggenclub die Aktion des Tierschutzvereins „Vier Pfoten“ gegen den Welpenhandel in Europa. An verschiedenen Standorten in der Stadt werden Unterschriften gesammelt, um die Regierungen aufzufordern, endlich Kontrollen beim Transport, der Einfuhr und dem Handel von Hundewelpen durchzuführen. Durch die offenen Grenzen innerhalb der EU sind die Behörden eigentlich machtlos, berichtet Katharina Stutika vom Bulldoggenclub. Gefragt sind jetzt Hundefreunde und Tierschützer, um für die Rechte der Hunde zu kämpfen. Über 200 Unterschriften konnten bereits gesammelt werden, doch wir brauchen noch viel mehr, sagte Steve Friebe. Die Möglichkeit sich gegen den Welpenhandel einzusetzen, haben die Nordhäuser im Tierheim, bei Katrin Kühne im Schreibwarenladen Kühne, im Offenen Kanal Nordhauen und bei dem sonntäglichen Treffen der Mitglieder des Nordhäuser Bulldoggenclubs. Wo diese stattfinden, erfahren Interessierte auf der Internetseite www.bulldoggen-club-nordhausen.de.
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Heidrun Fischer aus Nordhausen | 27.10.2011 | 18:59  
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