"Roter Berg" soll grünen - Minister Jürgen Reinholz gab mit Baumpflanzung den Auftakt

Mondlandschaft oder Ayers-Rock? - Es ist die Kalihalde von Sondershausen, die künftig bewaldet werden soll. Fotos: Herting
Von Günter Herting

Sondershausen ist Kali-Stadt. Seit über 100 Jahren wird hier das "weiße Gold" gefördert. Unerfreulich: Salzreste gelangen mit Niederschlägen aus der Abraumhalde ins Grundwasser. Langfristig soll dies ein Wald verhindern.

Zur Zeugin der Salz-Förderung wurde in den vielen Jahrzehnten die rotbraune Abraumhalde nahe der B 4. Sie enthält hauptsächlich chloridische und sulfatische Salze, die immer wieder durch Niederschlagswässer ausgelöst und ins Grundwasser transportierten wurden.

Um dieser Wasserbelastung entgegenzuwirken, wird seit 20 Jahren Erdreich und Baumaterial auf der Halde abgelagert, um eine Abdeckung der salzhaltigen Rückstände zu erreichen.

Im internationalen Jahr des Baumes wollen nun die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die GSESBetreibergesellschaft und das Forstamt Sondershausen in einem Gemeinschaftsprojekt die Begrünung der 80 Hektar großen Rückstandshalde in Angriff nehmen.

Unter der Schirmherr- schaft des Thüringer Ministers für Landwirtschaft Forschung, Umwelt und Naturschutz, Jürgen Reinholz, wurde das Projekt in der vergangenen Woche nun offiziell gestartet.

Was ist geplant?
Zunächst muss die Halde weiter mit begrünungsfähigem Kulturboden aufgeschüttet werden. 37% der Mantelfläche sind bereits mit Mutterboden bedeckt. Dort wachsen Gräser und Sträucher.

Angelegt wird zuerst ein 2 Hektar großer Vorwald aus 2000 Robinien und Weißerlen. Bis 2013 werden insgesamt 10 Hektar mit diesen Pioniergehölzen sowie Kirschen, Bergahorn und Weidensteckhölzern bepflanzt, um einen Schutzwald für folgende Anpflanzungen und Aussamungen zu schaffen. Bis man allerdings von einem Wald sprechen kann, müssen noch 80 bis 100 Jahre vergehen.

Insgesamt 25 000 Bäume werden von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zur Verfügung gestellt und finanziert. 5 000 Euro aus Lottomitteln übergab Jürgen Reinholz, 100 000 Euro wird der Schutzbund Deutscher Wald zur Verfügung stellen.
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