Spielplatz oder Katastrophe? - Mitreden erwünscht

Ohne Worte: Spielen kann man hier nur im Dreck.
 
Vorzeigespielplatz am Petersberg: Doch viele Eltern möchten, dass ihre Kinder auch vor der Haustür spielen können.
Wie wünschen sich Kinder und Eltern einen Spielplatz? Würden sie wenige große Plätze an zentralen Standorten bevorzugen oder lieber viele kleinere in der Nähe ihrer Wohnquartiere?

Dies sind zwei von 12 Fragen auf 3000 Fragebögen, die die Stadtverwaltung an Schulen und Kitas verteilt hat. Nun ist es an den Nordhäusern, das zu sagen, was sie möchten. Kinder können zu "Spielplatzdetektiven" werden, wenn sie ihren Eltern das mitteilen, was sie sich wünschen und was sie stört. Auch Großeltern sind um ihre Meinungen gebeten. Per Internet kann sich jeder bis zum 31. Juli an der Spielplatzumfrage beteiligen. Unter Spielplätze im Visier Konzept untersucht Situation und gibt Ausblicke: Kinder und Eltern als "Detektive" gefragt - es gibt viel zu tun sind alle Informationen und die Formulare zu finden.

Hintergrund ist ein Spielplatzentwicklungskonzept, das das Leipziger Planungsbüro Spiel.Raum.Planung derzeit für Spiel- und Freizeitanlagen für die nächsten 15 Jahre erstellt.

In einer ersten Phase analysierten Annett Brüggemann und ihr Team 85 Spiel-, Jugend- und Freizeitanlagen, darunter 30 städtische Spielplätze in Nordhausen und den Ortsteilen, 8 Jugendund Freizeitanlagen sowie 47 Spielanlagen im sogenannten Nachbarschaftsbereich (Wohnbereich).

Sehr gute Noten erhielten die städtischen Spielplätze in den Ortsteilen, gute in der Innenstadt, in Nord, Ost, der Oberstadt und Salza. Schlecht bewertet wurde die Qualität in Südost, an der Darre und im westlichen Stadtgebiet. Keine Spielplätze gibt es in der Unterstadt zwischen Innenstadt und Darre. Versorgungsdefizite mit Spielplatzflächen für Kinder zwischen 6 bis 12 Jahren bestehen in West, Nord, Ost, in der Ober- und Innenstadt sowie an der Darre. Hier liegt auch der vorrangige Handlungsbedarf für 47 Anlagen in Nachbarschaftsbereichen.

6 von 8 Jugend- und Freizeitanlagen haben hohe Qualität, zwei bedürfen Veränderungen (Verbesserungen an den Bolzplätzen Hardenberg- und Leimbacher Straße).

Visionen: Zwischen Hardenberg- und Bochumer Straße könnte auf dem stillgelegten Anschlussgleis ein Skaterweg entstehen. Spielen auf einem betreuten "Bauspielplatz" ist als Zwischenlösung im Areal Bäckerstraße denkbar, für die Altstadt sind es Spielelemente am Wege. Spielpunkte sollten die Verweilqualität am Bahnhof heben. In Nord wäre ein "Mehrgenerationenpark" denkbar.

Mehr Qualität und weniger Monotonie wünschen sich die Planer in den Nachbarschaftsbereichen. Hier sollten die Wohnungsgesellschaften vor allem auch Kreativität und Engagement der Bürger nutzen. Im 1. Werk-Stadtgespräch am 7. Juli forderten Stadträte zudem Spielangebote für Menschen mit Behinderung. - Nach der Sommerpause beraten die Ausschüsse Wünsche und mögliche Veränderungen, anschließend der Stadtrat.

Formular zur Befragung:
http://www.nordhausen.de/news/spielplatz/spielplat...

Wie denken Sie über die Spielplätze in der Stadt und über Jugend- und Freizeitanlagen für Heranwachsende? Sagen Sie Ihre Meinung!

Bildimpressionen geben Einblicke in die Situation: Die öffentlichen Spielplätze der Stadt - Heidelbergblick, NDH-Ost, Geiersberg, Petersberg und in den Stadtteilen (eingemeindete Dörfer) - sind in gutem und sehr gutem Zustand.
Handlungsbedarf besteht in den Wohngebieten!
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