Stein weg, Sorgen weg

Chefarzt Dr. Matthias Beintker demonstriert die Zerstörung eines Nierensteins mit dem neuen Lithotripter. Patient Jens Kiel merkt nichts. Ihn hatte der Stein in der echten Niere mit fürchterlichen Koliken gequält – aus heiterem Himmel.
 
Früher erfolgten Untersuchung und Zerstörung mit dem Endoskop.
Nordhausen: Südharz-Krankenhaus | Südharz-Krankenhaus Nordhausen ist Vorreiter und Referenzzentrum - dank des neuesten „Dornier Germini“

Einem Befreiungsschlag gleicht es, wenn Patienten von quälenden Nieren-, Gallen-, Blasen- oder Speichelsteinen befreit wurden. Dank des neuen Hightech-Gerätes „Dornier Germini“, das mit vielen Vorzügen gegenüber dem 18 Jahre alten Vorgänger punktet, ist das Südharz-Krankenhaus nun auf dem neuesten Stand der Medizintechnik und gilt seit 11. Dezember als Referenzzentrum für den Hersteller. Fachkollegen aus ganz Deutschland werden künftig hier in der Urologischen Klinik an dem Hightech-Gerät eingearbeitet.



„Es ist keine
Selbstverständlichkeit,
dass dieses Gerät
hier steht!“


Dr. Matthias Beintker, Chefarzt
Urologie, Südharz-Krankenhaus


Nach sehr guter Vorbereitung und nur vierwöchigem Einbau können nun bis zu
7 Patienten pro Tag am neuen Kombinationsgerät aus Röntgeneinheit, Ultraschallgerät und Lithotripter (Steinzerstörer) behandelt werden. Alle Formen der modernen Steintherapie können am Gerät angewandt und bei Bedarf auch kombiniert werden.
Mit Stoßwellen aus dem Lithotripter wird der Stein von außen – also ohne chirurgischen Eingriff – zertrümmert. Dabei wird seine kristalline Struktur aufgelockert, der Stein selbst in winzigste Splitter zerlegt. Diese werden entweder sofort ausgespült (ausgeschieden) oder bei Bedarf mit einem Laser zerstört. Endoskopisch ist eine Fortsetzung der Behandlung nur nötig, wenn die Splitter nicht abgängig sind. Bei einer derartigen Komplikation könnte die Behandlung dank des speziellen Kohlefasertisches (auch für schwergewichtige Patienten bis 250 kg), der leichteren Bedienbarkeit und der multifunktionalen Ausstattung des Gerätes ohne Umlagerung des Patienten gleich fortgeführt werden. Röntgen- oder Ultraschallkontrolle begleiten den Eingriff.

„Die Genialität des Lithotripters liegt in seinem Flachbild-Detektor. Er erfasst das gesamte Untersuchungsfeld und liefert somit ein größeres Bild. Für den Patienten ist die Strahlenbelastung wesentlich geringer, weil man selbst kleinste Steine durch die optimale Lokalisierung punktgenau treffen kann“, erläutert Chefarzt Dr. Matthias Beintker von der Urologischen Klinik des Südharz-Krankenhauses. Die Röntgensignale werden direkt digital verarbeitet.

„Besonders stolz sind wir darauf, dass wir die 1. Klinik in Deutschland sind, die über dieses Hightech-Gerät der neuesten Generation verfügt. Seine Multifunktionalität zeichnet sich auch dadurch aus, dass man beispielsweise den Ultraschall abkoppeln und für anderen Untersuchungen (z.B. Prostata) nutzen kann. Diagnostik und Therapie sind somit möglich.“ Nur ein bis zwei Tage hält sich der Patient stationär im Krankenhaus auf, die Nachkontrolle übernimmt sein Urologe.
„Diese Investition kommt direkt unseren Patienten zugute. Das Geld, das unser Haus ‚einnimmt‘, ist somit bestens angelegt“, freut sich Dr. Beintker über das hochmoderne Gerät und dankt dem kaufmännischen Geschäftsführer Guido Hage für dessen Engagement zum Erwerb des Lithotripters.
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