Viel Neues im Verkehr: Kreisel, Ampeln, Poller

Planungsskizze mit den vorgesehenen Maßnahmen zum fließenden und ruhenden Verkehr um die Nordhäuser Altstadt herum. (Foto: Skizze: BBW)
 
Brennpunkt ist der Kreuzungsbereich Kranichstraße/Pferdemarkt/Engelsburg. Hier soll ein Kreisel mit vier Fußgängerquerungshilfen entstehen.
Auch in Zukunft wird der Verkehr ringförmig um die Altstadt herumgeführt. Über akute Probleme und deren angedachte Beseitigung durch Poller, Kreisel, Querungen und eine durchgängig koordinierte Lichtsignalgebung informierte im jüngsten Bürgergespräch Dr.-Ing. Lothar Bondzio. Der Experte stellte vor rund 80 Bürgern die Verkehrskonzeption Altstadt 2025 vor.

Die Bestandsanalyse weist 15 - 20.000 Fahrzeuge pro Tag in der Park- und Grimmelallee, 12.000 in der Wallrothstraße, 12.000 in der Rautenstraße, 9 000 in der Kranich- , 2.400 in der Barfüßerstraße sowie 6- bis 7.000 am Pferdemarkt aus. Problempunkte sind die Kreuzungen/Einmündungen Pferdemarkt/Kranichstraße (6), Vor dem Hagentor/Wallrothstraße (4), Wallrothstraße/Beethovenring (1) sowie Grimmelallee/Grimmel (7).

Kreisel in 2 Varianten
Minikreisel mit 15 - 20 m Durchmesser sollen den Verkehr am Pferdemarkt (6) und Vor dem Hagentor (4) flüssiger machen, ein großer 30-m-Kreisel am Beethovenring (1). Er muss in die Straßenachse integriert werden, wird deshalb eine Mittelinsel erhalten. Die Mini-Kreisel sind gepflastert und bei Bedarf durch Lkw mittig überfahrbar (siehe Robert-Blum-/Straße der Einheit). Ein 18-m-Kreisel am Pferdemarkt wird an allen vier Zu- und Ausfahrten Fußgängerüberwege erhalten. Am Hagentor wird die bislang für Ortsfremde problematische Vorfahrtsregelung damit hinfällig. Kreisel gelten zudem als sehr sicher.

Radfahrer bedacht
Mehr Raum sollen künftig Radfahrer erhalten. Durch Veränderung des Straßenquerschnitts könnten sie vom Pferdemarkt bis zum Hagentor (grün) eigene Schutzstreifen erhalten, die ihnen vorbehalten sind, bei Bedarf jedoch von Fahrzeugen überfahren werden dürfen.
Auch in der Wallrothstraße müsse es Verbesserungen für Radfahrer geben, fordert das Konzept. So soll der kombinierte Fuß-/Radweg befestigt werden, da eine Verbreiterung der Straße für einen separaten Radweg aufgrund von Topographie und Baumbestand nicht möglich ist.

Drei Querungshilfen
An drei Stellen - Altendorfer Stiege, Altendorfer Kirchgasse und Bingerhof (gelbe Pfeile) - soll es „Inseln“ als Querungshilfen für Fußgänger und Radfahrer geben; eventuell noch eine vierte an der Jugendherberge.

Parken
Sieben Parkplätze (P 1-7) sollen durch ein statisches Parkleitsystem miteinander verbunden sein und die Altstadt entlasten. Vor allem will man einen Parksuchverkehr in der Altstadt vermeiden.

Ampeln erweitern, Schaltung optimieren
Große Probleme haben Linksabbieger vomGrimmel in die Grimmelallee. Hier soll eine Vollsignalisierung erfolgen und die Ampeln sollen besser koordiniert werden. Dafür habe er bereits die Zusage des Straßenbauamtes, erklärte Lothar Bondzio.

„Ich wünsche es uns allen sehr, dass Sie
beim Straßenbauamt mehr Gehör gefunden haben. - Wir kämpfen seit Jahren vergebens um koordinierte Ampelschaltungen!“
Andreas Wieninger (Vorsitzender des Verkehrsausschusses)
zu Konzeptersteller Dr.-Ing. Lothar Bondzio.



„Durchbruch“ Am Alten Tor
Drei Ziele verfolgt eine mögliche Durchbindung „Am Alten Tor“(Parkplatz): Vermeidung von Umwegfahrten und Entlastung der Knotenpunkte (Wallrothstraße/Beethovenring/Parkallee) sowie Verlagerung des Durchgangsverkehrs aus der Altstadt (zirka 1000 Fahrzeuge). Aber: Die Kosten gehen in die Millionen, eine völlige Überplanung der Europa-Kreuzung wäre nötig.

Poller als Verkehrs-Bremse
„Des einen Freud ist des anderen Leid". - Als potenzielle Leidtragende meldeten sich noch im Gespräch die Betreiber des Café „Felix“ zu Wort. Herausgefahrene Poller in der Blasiistraße von 22 - 6 Uhr (12) würden jede Geschäftigkeit zerstören und Gäste aus der Altstadt fernhalten.
Für Anwohner allerdings würde es ruhiger werden. Kompromisse tun not!

Nach Erörterung der Konzeption in Ausschüssen und Stadtrat trifft dieser eine Entscheidung. Bis dahin sind Vorschläge der Bürger im Rathaus willkommen.


Das Konzept berücksichtigt das geplante Einkaufszentrum am Pferdemarkt. Auf mehrfach geäußerte Bürgerwünsche antworteten OB Barbara Rinke und Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan: „Eine Anbindung der Straßenbahn an die Altstadt ist nicht möglich, völlige Verkehrsfreiheit aber ebenso wenig.“

Kontakt:
Stadtverwaltung Nordhausen, Markt 1,
Beate Meißner
Telefon 03 631 / 696 403

http://www.nordhausen.de/news_termine/verkehrskonz...

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- Wünschen Sie sich eine verkehrsfreie Altstadt?
- Wie finden Sie die ringförmige Verkehrsführung um die Altstadt herum (siehe Strichlinie Skizze)?
- Wie denken Sie über versenkbare Poller?
- Gefällt Ihnen die vorgeschlagene Lösung mit drei Kreiseln?
- Was denken Sie über den Brennpunkt an der Kreuzung Pferdemarkt/Kranichstraße/Engelsburg?
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- Wie sehen Sie die Parksituation an den Peripherien der Altstadt und in der Stadt generell?
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