ACE - Kreisclub Nordhausen appelliert: Bei Nebel runter vom Gas!

Nordhausen (ACE) 29. November 2011 – Der ACE Auto Club Europa Kreisclub Nordhausen ruft in einem eindringlichen Appell alle Kraftfahrer auf, ihre Fahrweise bei Nebel den begrenzten Sichtverhältnissen anzupassen. Auf diese Weise ließen sich die meisten Unfälle verhüten. Rasen tötet, deshalb runter vom Gas!
Der Club erinnerte angesichts der folgenschweren Nebelunfälle in jüngster Zeit (18. November: Massenkarambolage auf der A31 bei Münster, 22. November: Auffahrunfall auf der A9 bei Leipzig), an die Regeln, die Autofahrer bei schlechter Sicht besser beachten sollten:

• Tempo drosseln: Zu langsam gibt es nicht. Nebel wirkt sich auf die Wahrnehmung und Einschätzung von Geschwindigkeit und Entfernung aus. Tacho im Auge behalten.

• Beim Erkennen von Nebelbänken frühzeitig und kontrolliert abbremsen und den nachfolgenden Verkehr durch Einschalten der Warnblinkanlage auf die Gefahr aufmerksam machen.

• Auch auf Hausstrecken gilt: Runter vom Gas.

• Besser sehen und gesehen werden: Abblendlicht an, auch am Tag. Zu beachten ist, dass automatisches Tagfahrlicht die Rückleuchten tagsüber nicht aktiviert.

• Blenden vermeiden: Nur bei Sicht unter 50 Metern zusätzlich noch die Nebelschlussleuchte einschalten.

• Abstand halten: Keinesfalls an den Vordermann „dranhängen". Besser Leitpfosten zur Distanz-Orientierung nutzen.

• Überholvorgänge im Nebel grundsätzlich unterlassen.

• Vorsicht beim Links-Abbiegen, besonders auf Landstraßen. Der entgegenkommende Verkehr ist schlechter erkennbar.

• Nebelwarner strikt beachten.

• Mehr Pausen einlegen: Fahren bei schlechter Sicht erfordert höhere Konzentration.

• Bei einer Panne oder einem Unfall sollte das Fahrzeug, wenn möglich, von der Straße gebracht werden. Grundsätzlich gilt, Warnblinker einschalten. Beim Verlassen des Fahrzeugs Warnweste anlegen, Warndreieck aufstellen, den Standstreifen verlassen und sich hinter Leitplanken in Sicherheit begeben.

Die meisten Nebelunfälle passieren laut ACE auf außerörtlichen Straßen, Autobahnen sind überproportional häufig betroffen. Auf den Fernstrecken ereignen sich nach Erkenntnissen des Clubs auch die meisten Unfälle mit mehr als zwei Beteiligten. In Deutschland gibt es im bundesweiten Schnitt 23 Nebeltage, sie verteilen sich bei teils beträchtlichen regionalen Unterschieden vorwiegend auf die Herbst- und Wintermonate von Oktober bis Februar. An fast jedem vierten schweren Nebelunfall auf der Autobahn waren fünf oder mehr Verkehrsteilnehmer beteiligt. "Nicht von ungefähr schreibt die Straßenverkehrsordnung bei einer Sichtweite von weniger als 50 Metern ein Tempo von allerhöchstens 50 Kilometer pro Stunde (km/h) vor", erklärte ein ACE-Verkehrssicherheitsexperte.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
3.760
Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 30.11.2011 | 16:59  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige