Hier tut nichts weh!

Felix aus Ilfeld hat den Schulanfänger-Glücksanhänger" bekommen und strahlt. Er kann nun ein Schulkind werden.
Nordhausen: Landratsamt | Felix strahlt. Eben hat er von Ärztin Sabine Bednarek den „Schulanfänger-Glücksanhänger“ und den „Berechtigungsschein für eine Zuckertüte“ bekommen. Und noch eine Zahndose! Nun steht seiner Einschulung nichts mehr im Weg. Er hat den „TÜV für künftige Schulanfänger“, wie die Ärztin die Einschulungsuntersuchung bezeichnet, mit Bravour bestanden.

Jetzt kommt Charlotte mit ihrer Mutti. Das Mädchen mit dem blonden Pferdeschwanz hört genau auf die Fragen von Schwester Anne, erzählt von sich und seiner kleinen Schwester Mathilda. Nach dem Papierkram beginnen die Voruntersuchungen: Messen, Wiegen, Sehtest, Hörtest und Blutdruckmessung. Nichts tut weh, alles ist interessant.

Dann kommt die Ärztin, begrüßt Charlotte und Mutti, nimmt sie mit nach nebenan. Hier findet die thüringenweit einheitliche Untersuchung der Kinder statt. Neben den körperlichen Eigenschaften stehen nun auch Sprache, Verhalten und motorische Fähigkeiten im Blick der Ärztin.

So plaudern Charlotte und Sabine Bednarek scheinbar locker über Hobbys, Spielzeug und Familie, doch die Ärztin entnimmt dem Gespräch viele Informationen über das, was Charlotte schon kann: in fließenden Sätzen sprechen, überlegt formulieren, soziale Verhaltensweisen zeigen, konzentriert zuhören, überlegen und treffend antworten. „Wenn wir bei einem Kind Schwächen feststellen, können wir es schnellstmöglich fördern und den Lehrern Empfehlungen geben“, erklärt die Ärztin.

Nun ist das pfiffige Mädchen dran. „Wir spielen jetzt Schule“, weckt Sabine Bednarek die Neugier und lässt Charlotte zählen, vergleichen, malen, Rhythmen nachklopfen und singen. Malen ist nicht einfach nur hinkritzeln. Charlotte vollendet Figuren, dann malt sie sie nach - ganz genau. Super! Nun noch ein Selbstbildnis. Und man erkennt, wie genau die Kleine beobachtet, wie sie sich selbst sieht. Jetzt folgt die Mini-Sportstunde. Gehen, hüpfen, vorwärts und rückwärts.“Bravo! Du hast den Schulanfänger-Glücksanhänger und die Urkunde verdient“, lobt die Ärztin und überreicht den kleinen Delphin samt Urkunde mit der Aufschrift „Gut gemacht“. Mit dem Wunsch nach vielen glücklichen Schultagen entlässt die einfühlsame Ärztin ein stolzes (Fast-) Schulkind.

„Niemand muss Angst haben. Bei uns tut nichts weh“, verspricht sie allen, die ängstlich sind. Kinder wie Charlotte sind immer seltener. Zeigten früher etwa 20 % schulrelevante Auffälligkeiten, sind es heute schon 50 %. Und: Viele Kinder wollen nicht mehr laufen!“Dies als Folge der Zeit zu deuten, sei aus ihrer Sicht sehr bedenklich, zeigt sich die Ärztin besorgt.

Infos: Landratsamt Nordhausen, Kinder- und Jugendgesundheitspflege, DM Sabine Bednarek, Telefon 03631/911175.
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Hannelore Grünler aus Artern | 21.03.2012 | 07:10  
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