Mit Blick über den Gartenzaun - Sondershausen rief Bewohner am Wochenende zum Frühjahrputz auf

Mann der Tat: Bürgermeister Joachim Kreyer.
"In 30 Minuten habe ich diesen blauen Sack schon gut zur Hälfte gefüllt. Man findet beinahe alles: von der Bierund Colaflasche über Chips- Tüten, Pizza-Verpackungen und Kaffee-Mitnahmebecher bis hin zu Tüten voll mit Hundekot. Allein davon habe ich schon etwa 15 aufgesammelt." - Der Mann, der sich fürs Müllaufsammeln nicht zu schade ist und jedes Jahr mit gutem Beispiel vorangeht, ist Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer.

"Unser aller Wunsch ist ein sauberes Umfeld. Da ärgert man sich schon über achtlos weggeworfene Plastiktüten, Zigarettenschachteln und ähnliche Dinge, die dann Grünanlagen, Straßen, Parks oder Gräben verschandeln. Grundstückseigentümer und Mieter reinigen zwar regelmäßig ihr Wohnumfeld. Doch reicht das allein wirklich?" - Die Antwort kennt jeder.

Motiviert durch den kalendarisch gerade begonnenen Frühling, waren am 26. und 27. März, alle Bürger, Vereine und Mitarbeiter der Stadtverwaltung aufgerufen, sich am Frühjahrsputz 2011 zu beteiligen und dabei vor allem über ihren eigenen Gartenzaun hinauszuschauen. Unkompliziert konnte man die Aktion mit einer kleinen Wanderung oder einem Spaziergang verbinden und dabei noch Gutes tun. Unrat fand sich beinahe an allen Ausflugspunkten in Wald und Flur. Schon mit einem angespitzten Stock war der Müll gut greifbar. Für andere "Fundsachen" ließen sich Würstchen- oder Kohlenzange prima zweckentfremden.

Wohin mit dem Unrat?
Die Stadtverwaltung stellte kostenlos blaue Säcke zur Verfügung. Die waren im Rathaus und im Bauhof Brückental erhältlich. Diese "Frühjahrsputzaktion" sollte auch die Ortsteile einbinden. Dort gab es die blauen Säcke bei den OT-Bürgermeistern.

Problem fehlende Papierkörbe
In Sondershausen und allen Ortsteilen gibt es 170 Papierkörbe. Doch leider fallen viele von ihnen immer wieder der Zerstörungswut einiger Jugendlicher zum Opfer. "Unser Bauhof kommt mit den Reparaturen gar nicht nach", bedauert Joachim Kreyer. "Wir freuen uns über jeden Hundebesitzer, der die Exkremente seines Vierbeiners in eine Tüte füllt. Wünschenswert wäre, dass er diese dann bis zum nächsten Papierkorb oder bis nach Hause mitnimmt, um sie dort im Hausmüll zu entsorgen. Denn es nützt nicht, die Hinterlassenschaften von Bello & Co. einzutüten und dann in die Landschaft zu werfen."
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