Nur eine Frage: Warum trocknet Plastik nicht in der Spülmaschine?

Es ist verflixt: Während Keramik super trocknet, kommen Plastedosen stets nass aus dem Geschirrspüler. Foto: BettinaF/pixelio.de (Foto: BettinaF/pixelio.de)
Maik Johlke, Hausgerätetechniker in Sondershausen, kennt die Antwort:

Es ist immer das Gleiche beim Ausräumen des Geschirrspülers: Besteck, Gläser und Porzellangeschirr sind trocken, die Plastik­behälter und -becher aber nicht. Das liegt an den unterschied­lichen Eigenschaften der Materialien. Zwar wird alles im Spülprogramm auf die gleiche Temperatur erhitzt, doch Plastik vermag wesentlich weniger Energie zu speichern als zum Beispiel Porzellan. Die im Geschirr gespeicherte Wärme ist in der Trocknungsphase aber nötig, um die Feuchtigkeit nach und nach zu ­verdunsten.

 Bei den meisten Spülmaschinen funktioniert die Trocknung nach dem Kondensationsprinzip. Die Luftfeuchtigkeit kondensiert an den kühleren Außenwänden des Gerätes. So kann die Luft immer wieder neue Feuchtigkeit aufnehmen. Hier spielt eine weitere Materialeigenschaft eine Rolle: die Wärmeleitfähigkeit. Wenn Wasser an der Geschirroberfläche verdampft, nimmt es Energie mit. Die Stelle kühlt ab. Durch die gute Wärme­leitung von Keramik, Glas oder Stahl fließt sofort Wärme nach, der Prozess wird in Gang gehalten – bis die Oberfläche trocken ist.

Beim schlechten Wärmeleiter Kunststoff funktioniert das nicht. Sind ein paar Tropfen verdunstet, wird keine Wärme nachgeliefert. Das Plastikgeschirr bleibt nass und dem Menschen nur der Griff zum Geschirrtuch.
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