David war Goliath

Nordhausen: Wiedigsburghalle | 2000 Zuschauer erlebten spannenden 12. Energie-Kugelstoß-Indoor

Nicht ohne Grund wählte ihn der Europäische Leichtathletik-Verband EAA 2011 zum „Aufsteiger des Jahres“. Schließlich hatte David Storl vom LAC Erdgas Chemnitz seine Bestleistung innerhalb eines Jahres mit seiner WM-Weite von 21,78 m um einen ganzen Meter gesteigert.

Dass sein WM-Sieg von Daegu keine Eintagsfliege war, bewies der 21-jährige Rochlitzer am Freitag mit einer exzellenten Serie beim 12. Energie-Kugelstoß-Indoor in Nordhausen. Schon mit seinem ersten Stoß über 21,14 m setzte er ein Achtungszeichen. Dreimal markierte Storl die beste Weite und bat das Publikum beim letzten Stoß um Unterstützung. „Er kann nicht mehr“, hatte Hallensprecher Hardy Gnewuch die Zuschauer um eine Laola-Welle für den jungen Weltmeister gebeten.

Mit 21,24 Meter hatte sich David zum Goliath verwandelt, alle Kontrahenten kaltgestellt, einmal mehr sein Ausnahmetalent bewiesen und sich für ein Olympia-Ticket empfohlen.

Auf den Rängen folgten ein starker Reese Hoffa (21,14 m), Christian Cantwell (21,01 m – beide USA), Tomasz Majewski (20,81 m –Polen) und Adam Nelson (20,49 m – USA).

Einen Auftakt nach Maß lieferte Josephine Terlecki mit ihrem ersten Stoß, der bei 18,29 m landete und der Magdeburgerin einen persönlichen Hallenrekord bescherte (alte Bestmarke: 18,09 m).

Ein spannendes Duell lieferten sich die Deutsche Meisterin Christina Schwanitz (LV Erzgebirge) und Vizeweltmeisterin Nadine Kleinert (SC Magdeburg). Erst der 5. Versuch brachte mit 19,06 m (Weltjahresbestleistung) die Vorentscheidung zugunsten Schwanitz. Kleinert stieß ungültig und erreichte im 6. Versuch nur 18,88 m. Alte und neue Indoor-Siegerin wurde Christina Schwanitz, der die Olympia-Fahrkarte nach Istanbul sicher sein dürfte. Auf den Plätzen folgten Josephine Terlecki (18,29 m), Chiara Rosa (17,92 m – Italien) und Melissa Bekelmann (17,44 m – Niederlande).

Beim Nachwuchswettbewerb sicherte sich Lukas Waißhaidinger (Österreich) mit 18,53 m den Sieg vor Max Bedewitz (18,16 m – LV 90 Erzgebirge) und Hendrik Müller (17,74 m – LAC Erdgas Chemnitz).


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