Die "Letzte" im Interview

Nordhausen: Bahnhofsplatz |

Beim 7. Nordhäuser Citylauf am 18. September lief Ina Zscharnt auf der 9,9 Kilometer-Distanz als Letzte über die Ziellinie. Wer denkt, dass sie die Schwächste war, der irrt! Wir befragten die Trusetalerin und erhielten überraschende Antworten.


Ina, schmerzt es Sie, als Letzte ins Ziel gekommen zu sein?
Auf gar keinen Fall. Ich bin schon 17 Marathons gelaufen. Bei Stadtläufen dieser Art bin ich immer die Letzte. Das macht mir nichts aus, denn ich teile mir ja mein Rennen ganz anders ein.

Wie empfanden Sie die Strecke?
Das Profil der Strecke ist sehr angenehm, es läuft sich gut. Nur das Kopfsteinpflaster ist eher störend. Aber es gibt schlimmere Strecken in Thüringen. Ich bin Straßenläuferin, also an Beton und Pflaster gewöhnt. Kies und Matsch wären schlimmer.

Woran dachten Sie beim Lauf?
An den Oslo-Marathon, den ich nächstes Wochenende (2.10.) laufe. Dort gehe ich aber nur auf die Halbmarathon-Strecke. Der Citylauf hier in Nordhausen ist für mich dafür ein schönes Warm-up. Na ja und dann dachte ich noch: 'Hoffentlich hat der Schlussfahrer auf dem Motorrad genug Geduld. Er muss ja die ganze Zeit hinter mir herfahren.

Sie sind das erste Mal beim Citylauf. Wie finden Sie ihn?
Er gefällt mir gut. Dennoch ist es schade, dass sich noch immer viele Volksläufer nicht auf die Straße trauen. Denn die Spitzenleute sind ja eher aktive oder ehemals aktive Leistungssportler.

Wie fühlt man sich, als Letzte zu laufen?
Das macht mir nichts aus. Ich kenne es ja nicht anders. Ich lasse mich nicht "ziehen", sondern laufe MEIN Rennen. Ganz nach dem Motto "WIR LAUFEN, UM ZU LEBEN. WIR LEBEN NICHT, UM ZU LAUFEN!"

Was machen Sie beruflich?
Ich bin geschäftsführende Gesellschafterin einer mittelständischen IT-Firma in Suhl.

Ihr Resümee?
Die Atmosphäre hier in Nordhausen war sehr angenehm, die Organisation war gut.

Kommen Sie wieder?
Ja, auf jeden Fall. Natürlich muss es zeitlich passen.

Was wünschen Sie sich als ganz persönlichen sportlichen Höhepunkt?
Nach 15 Rennsteig-Marathons über 43,5 km wünsche ich mir, auch noch den 25. dieser Art bei bester Gesundheit absolvieren zu können.

Wir drücken Ihnen die Daumen und bedanken uns für das Interview!
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3 Kommentare
Gerd Zeuner aus Zeulenroda-Triebes | 21.09.2011 | 12:25  
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Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 21.09.2011 | 21:14  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 01.10.2011 | 21:01  
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