Erst Klassenerhalt, dann Auswärtspleite für Wacker 90 Nordhausen

Tolle Fan-Aktion, die auch in Leipzig gut ankam: die mitgereisten gut 100 Nordhäuser entrollten ein Plakat und grüßten Lok Leipzig mit einem Seitenhieb auf den „Red-Bull“-Club. Foto: Lars Koch (Foto: Foto: Lars Koch)
Nordhausen: Albert-Kuntz-Sportplatz | Von Lars Koch

Lok Leipzig besiegt Wacker – Beste Nordhäuser Aktion des Tages kommt von den Fans



Bereits in der vergangenen Woche hatte Regionalliga-AufsteigerWacker Nordhausen den Klassenerhalt klarmachen können. Am Sonntag nun war man beim TabellenvorletztenLok Leipzig gefragt. Die Leipziger kämpfen noch um den Verbleib in der ­Regionalliga – und das war ihnen anzumerken. Dagegen scheint bei Wacker Nordhausen ein wenig die Luft raus zu sein.

Die Luft war raus

Mit 0:3 wurde Wacker von den Leipzigern geschlagen. Ein Ergebnis, mit dem man so in Nordhausen wohl kaum rechnen konnte. Chefcoach Jörg Goslar nahm es aber wohl auch wegen des bereits erreichten Saisonziels Klassenerhalt einigermaßen gelassen: „Die Mannschaft hat mir in dieser Saison schon an vielen Tagen viel Spaß gemacht. Heute war das nun eben mal nicht der Fall, dass muss man dann aber auch akzeptieren.“ In der Partie, in welcher die Nordhäuser kaum Chancen hatten und zu keinem Zeitpunkt die richtige Einstellung fanden, hatte Leipzig einfach mehr Biss und wohl auch mehr den Willen zum Sieg hatte.

 In der ersten Viertelstunde passierte im Leipziger Bruno-Plache-Stadion herzlich wenig. Wacker schien nicht zu wollen, Leipzig nicht zu können. Der Gastgeber ging schon in der 18. Minute – nachdem Wacker zwei, drei Halbchancen hatte – quasi mit dem ersten Torschuss 1:0 in Führung. Nach einer Ecke hatte Patrick Grandner aus der zweiten Reihe aus gut 18 Metern einfach mal abgezogen. Sein strammer Schuss landete im unteren rechten Toreck. Wacker hatte auch weiter die eine oder andere Möglichkeit, allerdings kam, wie schon so oft, der letzte Pass nicht an oder es haperte am Abschluss. „Immer wenn es mal hätte gefährlich werden können, waren wir einfach zu ungenau“, sagt Trainer Jörg Goslar nach dem Spiel. Vor dem Pausenpfiff passierte dann nicht mehr viel.

 Das 2:0 für die Leipziger fiel bereits in der 48. Minute. Wacker-Keeper Siefkes hatte einen Rückpass angenommen. Doch anstatt ihn vor dem heran eilenden Marzullo wegzuschlagen, versuchte er diesen auszutanzen. Das ging ordentlich daneben. Der Leipziger schnappte sich den Ball und marschierte aufs leere Nordhäuser Tor zu. Zwar versuchte Eckermann sich noch in den Schuss zu werfen, doch Marzullo ließ sich das nicht mehr nehmen. Knapp 20 Minuten später sorgte Marzullo dann auch für die Entscheidung, als er allein auf Siefkes zumarschierte und diesem keine Chance ließ (3:0, 67). Vorausgegangen war ein Nordhäuser Abspielfehler nebst zugehöriger Schlafeinlage der Abwehr.

Überraschung der Fans

Die beste Nordhäuser Aktion des Tages kam von den über 100 mitgereisten Fans. Die hatten in Halbzeit zwei ein großes Plakat in den Farben von Lok ausgerollt. „Tradition statt Kommerz Leipzig bleibt Blau-Gelb“. Das wurde auch von den Leipzigern gewürdigt. Deren Stadionsprecher hatte schon vor Spielbeginn gesagt, dass die Nordhäuser im gesamten Saisonverlauf der netteste Gastgeber für Leipzig ­waren. Mit dem Plakat sei man nun auch in Leipzig der netteste Gast und nachdem Wacker Lok Leipzig mit zwei Geschenken drei Punkte gesichert hat, dürften die Sachsen die Nordhäuser endgültig ins Herz geschlossen haben.

Am 11. Mai kommt Auerbach

Am kommenden Sonntag, 11. Mai 2014, empfängt Wacker zu Hause als Tabellensechster den direkten Verfolger aus Auerbach. „Wir wollen die Saison ordentlich beenden und ich hoffe, die Mannschaft wird sich gegen unseren Verfolger einiges vornehmen“, so die Ansage von Trainer Jörg Goslar.
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