Finale! - Willkommen in Franks Borusseum

Nordhäuser Frank Fritzsche fiebert dem Champions-League-Finale entgegen – nur ein BVB-Sieg zählt


NORDHAUSEN. „Borusseum“ steht an der Tür. Das Zimmer dahinter erstrahlt in Gelb-Schwarz. BVB - wohin das Auge blickt. Das Logo seiner Dortmunder Borussen-Elf ziert Gardinen, Tischdecke, Fahnen, Wimpel, Lampen, Ventilator, Radio, ja selbst die Balkon-Markise. In Vitrinen stehen Pokal- und Meisterbier, auch eine Flasche Meisterschaftssekt, Jahrgang ’95, und vieles mehr. Der Flachbildschirm beherrscht die Wand gegenüber dem schwarz-gelben Sofa, daneben der Königsthron des Hausherren. Alles hier ist Borussia Dortmund, die große Leidenschaft des 54-jährigen Nordhäusers Frank Fritzsche.

Von den Dresdener Dynamos war er nach der Wende auf die Borussen gekommen. „Sicher wegen der Vereinsfarben“, sagt er. Doch inzwischen gehört den Jungs um Trainer Jürgen Klopp seine ganze Leidenschaft. Klar kennt er die Hymne „You’ll never walk alone“, singt sie gemeinsam mit Tausenden BVB-Fans, wenn sie im „Tempel“, wie der Signal-Iduna-Park im Volksmund wegen seiner Größe und Schönheit heißt, auflaufen.
Zig Mal war Frank Fritzsche selbst schon dort! „Einmal im Jahr ist Pflicht; mindestens!“ Dann fährt er mit Kumpels oder mit Schwiegersohn Steffen in die Strobelallee; natürlich gekleidet in Schwarz-Gelb. Noch jetzt schlägt sein Herz schneller, wenn er an die persönlichen Begegnungen mit Mats Hummels und Marcel Schmelzer denkt oder an das Schwätzchen mit BVB-Präsident Reinhard Rauball.

„Das schönste Spiel war für mich das Champions-League-Finale 1997 gegen Juventus Turin beim Erzfeind im Olympiastadion. Das haben die Dortmunder 3:1 gewonnen. Ein Traum!“ Frank Fritzsche (54)

Apropos Herzschlag: Manches Spiel bringt den 54-Jährigen schon in Rage. Dann mahnt Ehefrau Doris: „Denk an Dein Herz!“. Doch das hat er seit über 20 Jahren an den BVB verloren. Dennoch ist Fritzsche Realist: „Im Viertelfinale des DFB-Pokals war Dortmund schwach, ist in Bayern rausgeflogen. Das war ein Tiefschlag!“

Doch nun stehen seine Männer im FINALE der Champions-League. Mit Spannung fiebert Frank Fritzsche mit seinen Fußball-Kumpels, die auch HSV-, Bayern, Bremen- und Gladbach-Fans sind, dem Spiel des Jahres entgegen. „2:0 für den BVB ist meine Prognose!“ - Da rümpft Sohn Danny (31) die Nase. Er will es umgekehrt, denn er hat das BVB-Gen nicht geerbt, wünscht seinen Bayern den Sieg.
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